Santa Clarita Schüler tötet in Kalifornien zwei Teenager

Von red/AP 

Viele begreifen nicht gleich, dass in ihrer Schule keine Luftballons platzen, sondern Schüsse fallen. Eine Schülerin sagt, was wohl auch vielen anderen durch den Kopf gegangen sein wird.

Eltern und Schüler sind geschockt. Foto: AFP/MARIO TAMA
Eltern und Schüler sind geschockt. Foto: AFP/MARIO TAMA

Santa Clarita - Ein 16-Jähriger hat an einer Schule in Kalifornien zwei Teenager getötet und drei weitere Personen verletzt. Anschließend habe sich der mutmaßliche Täter in Santa Clarita 48 Kilometer nordwestlich des Zentrums von Los Angeles mit der letzten Kugel selbst in den Kopf geschossen, teilten die Behörden am Donnerstag mit. Sein Zustand sei sehr ernst. Zu seinem Motiv wurde zunächst nichts bekannt. Der Donnerstag war sein Geburtstag.

Die Schüsse wurden gegen 7.30 Uhr (Ortszeit) an der Saugus High School in Santa Clarita abgefeuert. Angaben über die Zahl der Verletzten wurden mehrfach korrigiert. Auf Fernsehaufnahmen war zu sehen, dass Polizisten auf dem Schulgelände ausschwärmten und mehrere Personen auf Rollbahren transportiert wurden. Schüler wurden von bewaffneten Polizisten in Reihen von der Schule weg begleitet.

Eltern und Schüler sind geschockt

Bei den Toten handelte es sich den Angaben zufolge um eine 16-Jährige und einen 14 Jahre alten Jungen. Die Saugus High School und andere Schulen in der Nähe wurden abgesperrt. Ein Sprecher des Weißen Hauses sagte, Präsident Donald Trump habe die Berichte im Blick.

In der Nähe der Schule warteten ängstliche Eltern auf ihre Kinder. Untersheriff Tim Murakami bat per Tweet um Entschuldigung, dass es noch eine Weile dauern werde. Ermittler müssten die Schülerinnen und Schüler erst befragen.

Die Schülerin Rosie Rodriguez sagte, sie sei in der Bibliothek gewesen, als sie eine Knallen gehört habe, als würden Ballons platzen. Als die Anderen fortgerannt seien, habe sie begriffen, dass es Schüsse waren. Sie sei mit dem Ranzen voller Bücher über die Straße zu einem Haus gehastet, wo jemand ihr und etwa zehn anderen Schülern Unterschlupf gegeben habe. „Wir waren verängstigt“, sagte Rodriguez. „Wir hätten wirklich nie gedacht, dass das in unserer Schule passieren könnte.“