Satire-Coup zu Pofalla Wie der Postillon die Netzgemeinde narrte

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Das Online-Satiremagazin "Der Postillon" hat seinen ersten Coup des Jahres gelandet. Das Portal hat die Medien-Information, Ex-Kanzleramtschef Ronald Pofalla wechsele in den Bahn-Vorstand genutzt - und ein beispielloses Verwirrspiel auf Twitter losgetreten.

Mit einer vordatierten Meldung hat die Satire-Website Der Postillon die Netzgemeinde genarrt. Foto: StZ/Screenshot
Mit einer vordatierten Meldung hat die Satire-Website "Der Postillon" die Netzgemeinde genarrt. Foto: StZ/Screenshot

Stuttgart - Manchmal ist das echte Leben die beste Satire. Das hat "Der Postillon" am Donnerstag eindrücklich bewiesen.

Die deutsche Medienlandschaft (inklusive stuttgarter-zeitung.de) hatte am Nachmittag den Jobwechsel von Ex-Kanzleramtsminister Ronald Pofalla in den Vorstand der Deutschen Bahn vermeldet. Daraufhin gab es im Netz Spott und Häme, alte Witze zu "Pofalla erklärt Dinge für beendet" machten die Runde und wurden wieder aufgewärmt.

Und dann kam "Der Postillon" ins Spiel: Mit der Behauptung, er habe den möglichen Wechsel von Ronald Pofalla zur Bahn als Erster gemeldet, hat Satiriker Stefan Sichermann viele Internetnutzer an der Nase herumgeführt. Er datierte am Donnerstag einen Bericht über den CDU-Politiker in seinem Online-Satireportal um einen Tag zurück - und behauptete, andere Medien seien nach ihm auf die Story aufgesprungen. Viele Nutzer von Twitter und Facebook wollten lieber dem Spaßmacher als den etablierten Medien glauben.

Es folgte ein beispielloses Verwirrspiel auf Twitter, das wir in einem Storify  dokumentieren.