Sauberkeit in S-Mitte Kippen gehören in den Kippster

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„Brünett oder blond?“ Raucher haben nun die Wahl, in welchen Schlitz des „Kippsters“ sie ihre Zigarettetenstummel an der Königstraße schmeißen. Der Jugendrat Mitte hängte die Box jüngst auf.

Frank Deobald vom Jugendrat Mitte steht neben dem „Kippster“ genannten Behälter für Zigarettenstummel an der Ecke Königstraße und Kienestraße. Foto: Cedric Rehman
Frank Deobald vom Jugendrat Mitte steht neben dem „Kippster“ genannten Behälter für Zigarettenstummel an der Ecke Königstraße und Kienestraße. Foto: Cedric Rehman

S-Mitte - „Brünett oder blond?“ lautet die Frage auf einer an ein Straßenschild an der Ecke Königstraße und Kienestraße montierten Box. Raucher können durch einen perforierten Deckel ihre Kippen in den Behälter unterhalb des Spruchs werfen. Die Scherzfrage soll ihre Aufmerksamkeit erregen. Wer sie gelesen und vielleicht über sie geschmunzelt hat, dürfte als Raucher kaum den Aschenbecher übersehen und seine Kippe einfach auf den Boden schmeißen. So funktioniert kurz erklärt das Prinzip der Kippster.

Frank Deobald steht im blauen T-Shirt des Jugendrats neben dem Behälter. Er hat erst kürzlich gemeinsam mit anderen Jungpolitikern den Aschenbecher angebracht. „Das war innerhalb von einigen Minuten erledigt“, erzählt er. Sponsoren hätten die Box finanziert, die Aufstellung sei dann Sache des Jugendrats gewesen wie auch die Leerung des Behälters, erzählt er. „Die Sponsoren haben uns gefragt, wo der Kippster aufgestellt werden soll. Wir waren für eine zentrale Stelle an der Königstraße“, sagt der 16-jährige Jungpolitiker.

Umweltschutz ist großes Thema

Die Motivation für die Aktion liegt in Zeiten von Greta Thunberg auf der Hand. „Umweltschutz ist gerade ein großes Thema für uns“, sagt er.

Seit dem Beginn der Schülerdemonstrationen für Klimaschutz ist allenthalben von einer Welle des politischen Engagements von Jugendlichen für die Umwelt zu hören. Da seien auch die Jugendlichen in Stuttgart keine Ausnahme, sagt Deobald. Gerade die Verschmutzung des öffentlichen Raums störe viele. „Wir hören immer wieder Klagen vor allem über den Eckensee“, sagt er. Deobald nennt den Kippster einen „kleinen Schritt“ im Kampf gegen Müllverschmutzung. Er ist offenbar nicht der einzige Behälter seiner Art. „ Die Jugendräte in anderen Stuttgarter Bezirken engagieren sich auch für das Aufstellen von solchen Kippstern“, sagt der. Die Scherzfrage „Brünett oder blond ?“ sei natürlich mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Sie richte sich ausdrücklich an Raucher beiden Geschlechts, betont Deobald. „Es gibt ja nicht nur brünette Frauen, sondern auch Männer mit brauner Haarfarbe“, meint der Jugendrat.

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