„SayTheirNames“ Frankfurter Fußballer unterstützen Hanau-Gedenken

Später feierte Amin Younes mit einem Shirt mit dem Porträt von Fatih Saraçoğlu, einem der Opfer, seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen die Münchner. Foto: AFP/DANIEL ROLAND
Später feierte Amin Younes mit einem Shirt mit dem Porträt von Fatih Saraçoğlu, einem der Opfer, seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen die Münchner. Foto: AFP/DANIEL ROLAND

Beim Bundesliga-Spiel gegen Rekordmeister FC Bayern haben die Fußballer von Eintracht Frankfurt das Gedenken an die Opfer des rassistisch motivierten Anschlags von Hanau vor einem Jahr unterstützt.

Frankfurt/Main - Die Fußballer von Eintracht Frankfurt haben beim Bundesliga-Spiel gegen Rekordmeister FC Bayern das Gedenken an die Opfer des rassistisch motivierten Anschlags von Hanau vor einem Jahr unterstützt. Zunächst trug das Team beim Aufwärmen Bilder und Namen der Getöten auf ihrer Trainingskleidung. Später feierte Amin Younes mit einem Shirt mit dem Porträt von Fatih Saraçoğlu, einem der Opfer, seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen die Münchner.

„SayTheirNames“

„Wir wollten mit den T-Shirts nicht nur Statistiken zeigen, sondern die Gesichter der Opfer. Daran wollten wir erinnern: Nicht vergessen bedeutet, es nicht erneut geschehen zu lassen“, sagte Eintracht-Präsident Peter Fischer dem TV-Sender Sky zu der Aktion. „Sich gegen Rassismus, Hass, Antisemitismus und Homophobie zu stellen, steht bei der Eintracht in der Satzung und wird von uns auch so gelebt“, fügte der 64-Jährige hinzu.

Der 43-jährige Deutsche Tobias R. hatte am Abend des 19. Februar 2020 neun Menschen mit ausländischen Wurzeln an mehreren Orten in Hanau erschossen, bevor er mutmaßlich seine Mutter und anschließend sich selbst tötete. Zuvor hatte er Pamphlete und Videos mit Verschwörungstheorien und rassistischen Ansichten im Internet veröffentlicht.

Die Eintracht schloss sich dem Aufruf „SayTheirNames“ der „Initiative 19. Februar Hanau“ an. Man wolle „aus Überzeugung in die gemeinsame Haltung Seite an Seite mit den Hinterbliebenen“ stehen, teilte der Club mit.




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