Schädlingsalarm in Hildrizhausen Keine Spur vom Asiatischen Laubholzbock

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Die Anzeichen mehren sich, dass die Ausrottung des exotischen Schädlings gelungen ist. Bleibt es so, endet die Quarantäne in zwei Jahren.

Der exotische Schädling Foto: LTZ
Der exotische Schädling Foto: LTZ

Hildrizhausen - Kein Ergebnis ist in diesem Fall das gewünschte Ergebnis. Erneut haben spezialisierte Schädlingsbekämpfer mit Spürhunden die Gehölze in und um Hildrizhausen durchsucht. Dabei hat sich keinerlei Hinweis darauf ergeben, dass Reste des Asiatischen Laubholzbocks die seitherigen Versuche überstanden haben, den Schädling auszurotten.

Im August 2016 hatte ein Bürger Hildrizhausens am Rathaus geklingelt und dem Bürgermeister Matthias Schöck einen Plastikeimer mit einem seltenen Fund übergeben. In dem kauerte einer der Käfer, die üblicherweise in Transport-Paletten oder anderen Holzprodukten aus Asien eingeschleppt werden. Mangels natürlicher Feinde kann der Käfer ganze Laubholzbestände vernichten. Die EU hat einen Katalog erlassen, was im Fall eines Fundes gegen die Ausbreitung zu unternehmen ist. Die Einhaltung ist zwingend.

Die Bewohner Hildrizhausens und des benachbarten Altdorf haben sich seither daran gewöhnt, dass in regelmäßigen Abständen Kletterer ihre Bäume erklimmen und Holzproben nach unten werfen, an denen speziell ausgebildete Hunde schnüffeln. In Altdorf war ein einzelner Käfer gefunden worden, aber kein befallener Baum. Deshalb galt von Anfang an als unwahrscheinlich, dass der Schädling sich in die Nachbarschaft ausgebreitet hatte. Trotzdem gelten auch dort die Bestimmungen.

Der jüngste Suchlauf erstreckte sich im Umkreis von 500 Meter

Der jüngste Suchlauf erstreckte sich im Umkreis von 500 Meter rund um die einstmals befallenen Bäume. Sie waren allesamt umgehend gefällt worden. Der Asiatische Laubholzbock ist träge und wechselt üblicherweise erst dann von einem Baum zum anderen, wenn der bisherige Wirt bereits abgestorben ist. Deshalb gelten Gehölze im Radius von 100 Meter um einen Fundort als besonders gefährdet. Der erweiterte Umkreis wird zur Sicherheit abgesucht.

Im Januar 2017 hatte das Landratsamt alle Gehölze in Hildrizhausen roden lassen, die der exotische Schädling bevorzugt befällt. Dazu gehörten selbst Sträucher in Privatgärten. Schon in Zweigen etwa von der Dicke eines Bleistifts können die Larven des Käfers überleben. Aktuell hat die Behörde die Hildrizhausener in Briefen dazu aufgerufen, im Frühjahr einen Blick auf die einstigen Standorte der gerodeten Gehölze zu werfen. Sollten dort Triebe wachsen, sind die Bewohner aufgerufen, sie zu vernichten. Auf öffentlichem Grund erledigt dies das Landratsamt.

Seit dem Fund darf kein Holz mehr Hildrizhausen verlassen, nicht einmal Zweige oder Laub. Die Quarantäne kann Ende 2020 aufgehoben werden – sofern die künftigen Suchläufe nach dem Käfer ebenfalls ohne Ergebnis bleiben.




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