Schaf in Schwimmbad ertränkt Polizei fasst jugendliche Tierquäler

Von adt/hol 

Aus Langeweile haben zwei 16-jährige Jugendliche in Kirchheim ein Schaf eingefangen und es im Freibad jämmerlich ertrinken lassen. Dass sie auf die Tat stolz waren, wurde ihnen schließlich zum Verhängnis.

Zwei 16-Jährige haben das Schaf im  Kirchheimer Freibad  ertrinken lassen. Foto: dpa
Zwei 16-Jährige haben das Schaf im Kirchheimer Freibad ertrinken lassen. Foto: dpa

Kirchheim - Die Tierquäler, die am Donnerstag ein lebendes Schaf im Schwimmerbecken des Kirchheimer Freibads jämmerlich haben ertrinken lassen, sind dingfest gemacht. Angaben der Esslinger Polizeidirektion zufolge handelt es sich um zwei polizeibekannte Jugendliche im Alter von 16 Jahren. Die Ermittler sind den Tätern über einen Hinweis aus der Bevölkerung auf die Spur gekommen. Die Jugendlichen hatten im Bekanntenkreis mit ihrer grausamen Tat geprahlt. Eine Frau verständigte daraufhin die Polizei.

Die beiden Jugendlichen räumen die Tat ein, machen zum Ablauf aber unterschiedliche Angaben. Am Mittwochabend hatten die Jugendlichen ihren Schulabschluss gefeiert. Gegen 23.30 Uhr sei es ihnen zu langweilig geworden und sie seien zu Fuß losgezogen. Auf einem Feldweg beim Ortsteil Schafhof hätten sie das etwa vier Monate alte Tier auf einem Feldweg gefunden. Es sei vermutlich aus einer Herde ausgebüxt gewesen.

Täter jagten das Tier durchs Freibadgelände

Die Jugendlichen fingen das Tier ein und trugen es zurück in Richtung Stadtmitte. Beim Freibad hoben sie es über das Drehkreuz des Hintereingangs und jagten es durch das Gelände. Während der eine 16-Jährige behauptet, bei der Jagd sei das Tier ins Schwimmbecken gefallen, bezichtigt der anderen seinen Freund, das Tier ins Becken geworfen zu haben. Ohne dem Tier zu helfen, verließen sie das Badegelände.

Am Freitag, beinahe gleichzeitig mit dem Ermittlungserfolg der Polizei, hat die Kirchheimer Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker das seither gesperrte große Becken wieder freigegeben. Die vom Gesundheitsamt noch am Vortag gezogenen Proben haben einer Mitteilung der Stadt zufolge keinen Hinweis auf eine Verunreinigung gegeben. Eine ganze Schulklasse konnte sich anschließend als erstes von der Qualität des Wassers überzeugen.

Das Wasser im Becken ist mehrfach komplett umgewälzt

„Wir haben 253 Kubikmeter Wasser neu hinzugefügt. Normal sind es 150 Kubikmeter pro Tag“, sagt Gunnar Brenner, der stellvertretende Leiter des Kirchheimer Schul-und Sportamts. Zudem werde das gesamte Wasser in Dreieinhalb-Stunden-Rhythmus einmal komplett umgewälzt und durch einen aus Sand und Aktivkohle bestehenden Filder gepresst.




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