Schafftag der Diakonie Stetten Bank-Azubis greifen zum Akkuschrauber

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Beim Schafftag der Diakonie Stetten engagieren sich Mitarbeiter diverser Firmen in sozialen Projekten. Das Ziel: Inklusion erlebbar machen.

Gemeinsam bauen die Jugendlichen einen Raumteiler auf. Foto: Gottfried Stoppel
Gemeinsam bauen die Jugendlichen einen Raumteiler auf. Foto: Gottfried Stoppel

Waiblingen - Das Ergebnis des Schafftags ist sichtbar: Eine neue große Sitzgruppe samt Tisch, aus Europaletten zusammengebaut, steht im Mehrzweckraum des Berufsbildungswerks (BBW) Waiblingen. Auch einen Raumteiler haben die Jugendlichen am vergangenen Freitag gemeinsam aufgebaut. „Jetzt hoffen wir, dass der Raum künftig mehr genutzt wird“, sagt Christiane Holder, Erzieherin in der Einrichtung der Diakonie Stetten.

Vier Auszubildende der Volksbank Stuttgart und zwei Auszubildende der Firma Adolf Föhl haben anlässlich des Schafftags der Diakonie Stetten ihre gewohnten Arbeitsplätze verlassen und zusammen mit einigen Auszubildenden mit Lernbehinderung, die im Berufsbildungswerk wohnen, den Merkzweckraum umgestaltet. „Es ist gut, auch mal etwas außerhalb des Betriebs zu sehen – ich würde es wieder machen“, sagt Diane Schroth. Die 18-Jährige ist im ersten Lehrjahr zur Bankkauffrau bei der Volksbank. „Als unsere Jugendlichen gehört haben, dass da Azubis von der Bank kommen, waren sie schon gespannt, wie das funktioniert“, erzählt Holder.

Diakonie ist mit Resonanz der Firmen zufrieden

Doch offenbar ist es durch den Schafftag gelungen, Vorbehalte abzubauen: „Ich war überrascht, dass alle so toll mitgeholfen haben. Die Stimmung war gut, obwohl man sich nicht kannte“, zieht der 22-jährige Pascal Pawlitzek, der im BBW wohnt, ein positives Fazit. „In diesem Projekt passt es auch ideal vom Alter der Teilnehmer her“, sagt Jelena Fazio, die Projektleiterin des Schafftags. Bei ihr gehen sämtliche Projektvorschläge ein, die anschließend auf Umsetzbarkeit und Kosten geprüft werden. „Die Idee muss innerhalb eines Tages realisierbar sein“, beschreibt Fazio ein Kriterium. Mit der Resonanz der Firmen auf den inzwischen sechsten Schafftag ist sie sehr zufrieden. „Schon eine Woche vor Ende der Anmeldefrist waren in diesem Jahr alle 28 Projekte voll.“ Deshalb bietet die Diakonie Stetten Firmen auch unabhängig vom Schafftag Möglichkeiten zum sozialen Engagement an. „Künftig wollen wir noch stärker auf Begegnung setzen“, sagt Fazio. Zusammen zu arbeiten sei aber nach wie vor eine gute Möglichkeit, um miteinander in Kontakt zu kommen. „Am Ende gibt es ein gemeinsames Ergebnis, auf das man stolz sein kann“, sagt Steffen Wilhelm, der Pressesprecher der Diakonie Stetten.

Unzählige Schrauben verarbeitet

So wie im BBW, wo nach dem gemeinsamen Pizzaessen und Möbel aufbauen alle Jugendlichen zufrieden auf dem neuen Sofa sitzen. Die Kosten für das Material hat die Diakonie übernommen. „Wir haben ganz neue Paletten und ich weiß nicht wie viele Schrauben verarbeitet“, sagt Annika Mandel, die im BBW arbeitet und deren Idee es war, den Raum umzugestalten. „Anfangs waren nicht alle Kollegen angetan davon“, sagt sie. Trotzdem hat Mandel den Projektvorschlag eingereicht – mit Erfolg.

Sie lobt die Auszubildenden: „Als wir vorhin im Hof der benachbarten Remstalwerkstätten gearbeitet haben, sind sie ganz offen mit den behinderten Menschen dort umgegangen. Das war eine coole Gruppe.“ So sieht das auch Nawabkhan Ahmadzai, Azubi bei Föhl: „Es hat Spaß gemacht“, sagt der 24-Jährige.




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