Schaulaufen Auch ich hab Hugos Nummer schon

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Das H’ugo’s ist zurzeit der Hotspot der Stuttgarter Schickeria. Den einen Abend schlemmten die Reichen und Schönen zu Gunsten des Stuttgarter Kinderhospizes, zuvor hatte Angermaier zur Pre-Wasen-Party geladen.

Andreas Keller und Robert Fallbacher (v. l.) tun Gutes beim Feiern. Foto:  
Andreas Keller und Robert Fallbacher (v. l.) tun Gutes beim Feiern. Foto:  

Stuttgart - Wir sind sehr privilegiert“, sagt Robert Fallbacher. „Wir haben beide gesunde Kinder.“ Mit beide meint er sich und seinen Freund Andreas Keller. Beide arbeiten bei Porsche im Vertrieb, sie gehen gern in Stuttgart aus und hatten eine Idee: schick essen gehen und dabei Gutes tun. Also haben sie die Initiative „Goldkinder“ gegründet und am Donnerstag ihr erstes Charity-Event organisiert. Beim Ort haben sie das richtige Gespür bewiesen: die Restaurant-Eröffnung des Sommers und Stadtgespräch Nummer eins: „Wart ihr schon im H’ugo’s?“

„Ja“, können wir jetzt sagen. Und es hat sich gelohnt, auf jeden Fall für das Kinderhospiz, das jetzt ein Wärmebettchen kaufen kann. Denn 15 von 50 Euro für den Abend inklusive Dreigangmenü gingen ans Hospiz, außerdem spendete das H’ugo’s zehn Prozent des Getränkeumsatzes. Bei ausverkauftem Haus mit 250 Gästen kam einiges zusammen. Dank Sponsoren wie dem Jungdesigner Janni Schyma gab es eine Tombola. Heiß begehrt: der von Mats Hummels signierte Turnschuh. Insgesamt kamen so mehr als 12 000 Euro zusammen.

Mehr als 12 000 Euro fürs Kinderhospiz

„Genial, was Sie hier auf die Beine gestellt haben“, schwärmte Elvira Pfleiderer vom Kinderhospiz. In Baden-Württemberg lebten rund 3000 „Goldkinder“, die an einer lebensverkürzenden Krankheit litten und sterben müssten. „Wir versuchen, ihnen und ihrer Familie im Hospiz glückliche Augenblicke zu schaffen.“ Da hätte mancher gern mehr gegeben, allein dank seiner Getränkerechnung. Wenn nur der Service öfters mal an den dicht besetzten Tischen vorbeigekommen wäre.

Gleicher Ort, einen Tag früher: „Die größte Pre-Wasen-Party“ nannte der Dirndl-Verkäufer Angermaier seine Trachtennacht im H’ugo’s. Damit dürften die Münchner sogar recht haben, auch wenn Gleiches, also eine Wasenparty, im neuen Bermuda-Dreieck zwischen Friedrich- und Lautenschlagerstraße gerade allerorten stattfindet: im Amici, im Cavos, im Zeppelin-Hotel.

Das frisch gekürte Wiesn-Playmate ist auch da

Angermaier setzte auf regionale bis internationale Prominenz: Janina Youssefian (einst das „Teppichluder“ von Dieter Bohlen, heute Model und „Big Brother“-Kandidatin), Sascha Gerecht (DJ Pate No 1 aus Feuerbach, Musik-Produzent in Los Angeles und Inhaber des Modelabels „Rockstars & Angels“), das viel beschäftigte Stuttgarter Model und Playmate Mia Gray, das für Angermaier auch die USA bereist, und Jessica Kühne, das frisch gekürte Wiesn-Playmate. Sie bildeten die Jury beim Finale von „Deutschlands größtem Dirndl-Casting“. Gewinnerin: Alicia Schneider, die sich nun „Wasn Madl 2015“ nennen darf.

Auf die getanzte Dirndl-Modenschau folgte der Bikini. Das Playmate des Jahres, Daniela Sudau, räkelte sich in einem Champagnerkelch. Zu Musik von James Bond zeigte die 27-jährige Kölnerin ihr artistisches Können – ihre Burleske-Einlage erinnerte allerdings eher an Baywatch als an verruchte Bars. Beim Trachten-Clubbing übten die Stuttgarter schon mal fürs Volksfest, und Angermaier-Boss Axel Munz bekannte: „Als gebürtiger Schwabe ist der Wasen für mich quasi ein Heimspiel.“ Die Krüge hoch!




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