Schaumwein Wie kommt das Prickeln in den Wein?

Von SIR 

Schaumwein ist ein Sammelbegriff für alle Weine, in denen Kohlensäure enthalten ist.

Durch überschüssige Kohlensäure entsteht der für Sekt typische Schaum. Foto: dpa
Durch überschüssige Kohlensäure entsteht der für Sekt typische Schaum. Foto: dpa

Stuttgart – Schaumwein ist ein Sammelbegriff für alle Weine, in denen Kohlensäure enthalten ist, zum Beispiel: Champagner, Crémant, Cava, Sekt Squmante und Asti. Gesetzlich wird diesen Weinen laut EU ein Mindestalkoholgehalt von 9,5% vorgeschrieben.

Ein fertiger Wein (Stillwein) kommt zu einer zweiten alkoholischen Gärung, die dabei entstehende Kohlensäure bleibt im fertigen Getränk und sorgt für die perlige Wahrnehmung. Da ein fertiger Wein in der Regel durchgegoren und damit trocken (ohne Zucker) ist, wird eine Mischung aus Hefe und Zucker hinzugegeben, die sogenannte Fülldosage. Dieser Vorgang heißt "Tirage", weil Wein und Dosage für die Flaschengärung auf die Flasche gezogen wird.

Gärung zumeist im Drucktank

Heute werden die meisten Sekte allerdings nicht mehr auf der Flasche, sondern im Cuve close (Drucktank) in die zweite Gärung geführt. Schaumwein ist eine synonyme Bezeichnung zu Sekt, wichtig ist das Merkmal der zweiten Gärung bei der Einbindung der Kohlensäure. Ohne die Kohlensäure aus der eigenen zweiten Gärung spricht man bei perlenden Weinen deshalb von Perlweinen.

Deutscher Sekt darf nur als so bezeichnet werden, wenn er zu 100% aus deutschen Grundweinen stammt. Wenn ein Sekt keine Gebietsbezeichnung trägt, kann er aus Weinen mehrerer Anbaugebiete stammen. Ebenso wie Wein unterliegt Sekt in Deutschland strengen Qualitätsprüfungen.