Schienenverkehr in Stuttgart Land regt Bahntunnel an
Das Landesverkehrsministerium unterbreitet dem Bund Vorschläge zum Schienenausbau. Zwischen Feuerbach und Zuffenhausen schwebt dem Land dabei Großes vor.
Das Landesverkehrsministerium unterbreitet dem Bund Vorschläge zum Schienenausbau. Zwischen Feuerbach und Zuffenhausen schwebt dem Land dabei Großes vor.
Stuttgart - Das Land erhöht den Druck auf den Bund, mehr in die Schieneninfrastruktur im Südwesten zu investieren. Uwe Lahl, Amtschef im baden-württembergischen Verkehrsministerium, hat in einem Brief ans Bundesverkehrsministerium jene Strecken aufgelistet, bei denen sein Haus im Zusammenhang mit der angestrebten Verdoppelung der Fahrgastzahlen Handlungsbedarf sieht. Das Schreiben dient der Vorbereitung eines Fachgesprächs im November.
Diesen Termin hatten Verkehrspolitiker der Landtagsfraktionen von Grünen, CDU, SPD und FDP zum Anlass genommen, den Streckenausbau zwischen Feuerbach und Zuffenhausen zu fordern. Ein 5. und 6. Gleis soll als „Maßnahme zur Realisierung des Deutschland-Takts“ angemeldet werden. Über den aktuellen Entwurf zu diesem Fahrplansystem wird am 14. November ein Gespräch zwischen Land und Bund stattfinden.
Lahl weist in seinem Schreiben darauf hin, dass kürzere Fahrzeiten zwischen Mannheim und Stuttgart in Verbindung mit der sich im Bau befindlichen Schnellfahrstrecke nach Ulm sowie deren geplanter Verlängerung nach Augsburg „optimierte Verknüpfungsmöglichkeiten in den Knotenbahnhöfen“ ermöglichen würden. Das Land erwähnt aktuelle Untersuchungen der Bahn „für Beschleunigungsmaßnahmen auf weiteren Zulaufstrecken, insbesondere zum Knoten Stuttgart“. Lahl bringt einen zusätzlichen Tunnel im Stuttgarter Norden ins Gespräch. Er verkenne nicht, dass für kürzere Fahrzeiten zwischen Mannheim und Stuttgart „erhebliche infrastrukturelle Aufwendungen vor allem durch die Errichtung einer neuen, unterirdischen Verbindung zwischen der bestehenden Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart und der neuen Infrastruktur für Stuttgart 21 notwendig werden“, schreibt Lahl. Diesen stünde aber ein erheblicher Nutzen für eine „große Anzahl von Reisenden, insbesondere im stark nachgefragten Korridor Frankfurt–Mannheim–Stuttgart–München gegenüber“. Man freue sich, eine offene und konstruktive Diskussion zu führen.