Die Wäschefirma Schiesser feiert ihren 150. Geburtstag. Vor allem bekannt für ihr weiße Feinripp-Unterhemd. Aber wie hat sich die Unterwäsche verändert?
Weiße Feinrippwäsche und ein Name, der Generationen begleitet: Schiesser. Nun feiert die Firma ihren 150. Geburtstag. Alles begann 1875, als der Schweizer Unternehmer Jacques Schiesser in Radolfzell eine Unterwäschefabrik gründete. Schnell machte sich das junge Unternehmen einen Namen – besonders für die damals empfohlene „Abhärtungswäsche“.
Innovationen gehörten von Anfang an dazu. Auf der Pariser Weltausstellung 1900 wurde Schiesser für mehrere Patente ausgezeichnet. Nach dem Tod des Gründers führten seine Nachkommen die Ideen weiter – 1923 kam das Produkt, das bis heute untrennbar mit Schiesser verbunden ist: die Einführung des Feinripp.
Das Knüpftrikot für den Mann
Das sah damals aber noch etwas anders aus als jene, die es heute noch in den Geschäften zu kaufen gibt. Im Jahr 1929 wirbt Schiesser etwa für das sogenannte Knüpftrikot. Auf einem Plakat ist ein Einteiler zu sehen, wie man ihn heute vor allem noch von Strampelanzügen für Babys oder Kleinkinder kennt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg boomte die Firma: Bis zu 4.000 Beschäftigte nähten am Bodensee. Eine Aufnahme der Firma Schiesser zeigt das Unternehmensgelände im Jahr 1954 von oben.
Doch in den 2000er Jahren war diese Hochphase vorbei. 2009 meldete Schiesser Insolvenz an. Heute gehört das Traditionsunternehmen zum israelischen Konzern Delta Galil.
„150 Jahre sind ein Meilenstein, auf den wir mit Stolz zurückschauen und mit viel Energie nach vorne blicken“, sagt Schiesser-Chefin Sonja Balodis, die seit Anfang des Jahres an der Spitze des Unternehmens steht.
Weitere Aufnahmen früherer Werbeplakate finden Sie auch in unserer Bildergalerie. Klicken Sie sich gerne durch.