Schillerhöhe in Gerlingen Neues Parkhaus für Bosch-Mitarbeiter

Der Weg zu Bosch soll durch eine weitere Zufahrt leichter werden. Zudem ist ein  neues Parkhaus für sie geplant. Foto: factum/Granville
Der Weg zu Bosch soll durch eine weitere Zufahrt leichter werden. Zudem ist ein neues Parkhaus für sie geplant. Foto: factum/Granville

Die Firma Bosch will ihren Angestellten das Parken erleichtern. Dazu sollen eine zweite Zufahrt und ein Parkhaus neu gebaut werden. Nach dem Wegzug der Forschung entstehen auf der Schillerhöhe 200 Arbeitsplätze mehr.

Gerlingen - Die Forscher sind nach Renningen weggezogen, nun kommen die nächsten Veränderungen auf dem Gelände der Bosch-Konzernzentrale. Zurzeit wird ein ehemaliges Forschungsgebäude umgebaut, in das künftig Büroangestellte einziehen sollen. Der Umbau betrifft auch die Mitarbeiter und deren Möglichkeiten, auf dem Firmengelände ihre Autos zu parken. Denn zu den rund 1500 Boschlern am Standort Schillerhöhe sollen 200 weitere kommen. Das Unternehmen hat bei der Stadt Gerlingen den Antrag gestellt, eine zweite Zufahrt zum bisherigen Firmenparkplatz bauen zu dürfen.

Das soll erstens der Verkehrsentflechtung und zweitens dem Brandschutz zugute kommen. Dazu verkauft die Stadt der Firma rund 4000 Quadratmeter Gelände. Nach der Sommerpause werde der Bauantrag für das Parkhaus folgen, hieß es am Montagnachmittag im Technischen Ausschuss (TA) des Gemeinderats.Der bisherige Mitarbeiterparkplatz verfügt über 1370 Stellplätze, die Zufahrt dazu erfolgt über die Bannwaldstraße. Dieselbe Straße nutzen auch alle Fahrzeuge, die anliefern oder die Firmentankstelle bedienen.

Sicherheit wird erhöht

Wenn diese Straße blockiert ist, sind aber die Wege für Rettungsfahrzeuge oder die Feuerwehr versperrt. Deshalb soll die neue zweite Zufahrt von der Krummbachtalstraße her erfolgen. Damit werde auch die Sicherheit für die Menschen auf dem Werksgelände erhöht, hieß es.

Wegen eines Waldstücks an der Krummbachtalstraße, das gebraucht werde, sei die Forstdirektion einbezogen worden. Wenn es einen „forstrechtlichen Ausgleich“ gebe, bestünden seitens der Forstverwaltung keine Bedenken.

Gebaut werden soll noch in diesem Jahr. Ein Baugesuch dazu liege vor, sagte der Stadtbaumeister Rolf Eberhart im TA. Das Bebauungsplanverfahren, das vor einiger Zeit eingeleitet wurde, könne man jetzt ruhen lassen. Darin sollte auch eine Erweiterung des Parkplatzes geregelt werden. Nun solle lediglich noch der Parkplatz für Besucher erweitert werden. Die Details für den Grundstücksverkauf werde die Verwaltung dem zuständigen Finanz- und Verwaltungsausschuss im Herbst zur Beratung vorlegen, sagte die Erste Beigeordnete Martina Koch-Haßdenteufel.

Forschung in Renningen konzentriert

Dass die bisherigen Parkplätze nicht mehr ausreichen, bestätigt auch ein Unternehmenssprecher. Das hänge mit der Konzentration der Bosch-Forschung im Campus in Renningen zusammen – dadurch steht auf der Schillerhöhe ein Gebäude leer, in das künftig sogar mehr Mitarbeiter der Verwaltung einziehen sollen als dort vorher untergebracht waren.

„Das ehemalige Forschungsgebäude soll bald wieder bezogen werden“, erklärte der Sprecher. Daher müsse man mehr Stellplätze für Mitarbeiter-Fahrzeuge anbieten. Eine Erweiterung in die Fläche sei nicht vorgesehen, daher sei ein Parkhaus vorgesehen. Wie groß dieses werden soll und wie viele Autos dort unterkommen könnten, dazu wollte sich der Bosch-Sprecher nicht äußern. Zunächst sollten die Angestellten an diesem Mittwochmorgen informiert werden – auch über die weiteren Pläne für die Bosch-Zentrale in Gerlingen.

Die zweite Zufahrt zum Parkplatz sei notwendig, so teilte der Bosch-Sprecher mit, um einen „reibungslosen Verkehrsfluss zu ermöglichen“. Angesichts von 200 neuen Mitarbeitern sei das mit einer einzigen Zufahrt nicht mehr zu gewährleisten.

Erst vor Kurzem hatte Bosch bekannt gegeben, dass die Firmenzentrale umgebaut werden soll. Für die Stadt Gerlingen ist das eine gute Nachricht – zumal Bosch im großen Stil Mitarbeiter umsiedelt. So wird der Standort Rutesheim aufgegeben, aus Bietigheim-Bissingen jenseits der Kreisgrenze wurde die Pumpenherstellung abgezogen.




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