In Sindelfingen, Schönaich und weiteren Orten im Landkreis waren am Dienstagmorgen Spezialeinsatzkommandos im Einsatz. Laut Polizei ging es um Drogenkriminalität.
Szenen wie in einem Actionkrimi spielten sich am Dienstagmorgen an verschiedenen Orten im Kreis Böblingen ab.
In der Ziegelstraße in Sindelfingen haben teils vermummte Polizisten und Hunde ein Gebäude durchsucht, in Schönaich berichten Augenzeugen in einem Neubaugebiet von einem Einsatz mit Panzerwagen, Spezialkräften, Drohne und Lautsprecherdurchsagen.
Die Razzien waren schon länger geplant
Auf dem für den Kreis zuständigen Polizeipräsidium in Ludwigsburg bestätigt man diese beiden Einsätze und teilt mit, dass es darüber hinaus wohl noch weitere im Kreisgebiet gab. Offenbar handelte es sich dabei um Drogenrazzien. „Es handelt sich um eine seit längerem geplante Durchsuchungsmaßnahme in einem laufenden BTM-Verfahren“, verwendet Pressesprecherin Yvonne Schächtele die im Polizeijargon übliche Abkürzung für Betäubungsmittel.
Polizeisprecherin: „Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr.“
„Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr“, betont die Polizeihauptkommissarin. Sie verstehe aber, dass der Anblick von Spezialkräften für Aufsehen sorge. Bei Schlägen gegen die Drogenkriminalität sei dies jedoch üblich. „Die sind meistens nicht so gut auf die Polizei zu sprechen“, sagt Schächtele.
Bei den Durchsuchungsaktionen waren laut der Pressesprecherin Spezialeinsatzkommando (SEK), Mobiles Einsatzkommando (MEK) und Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) im Einsatz.
Die Polizei hält sich bedeckt
Wo genau es noch zu weiteren Drogenrazzien gekommen ist und was die Hintergründe dieser Polizeiaktion sind, sagt die Polizei nicht. Yvonne Schächtele verweist auf laufende Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Möglicherweise könne man im Laufe der Woche mit weiteren Informationen rechnen.