Schlecker-Sohn im Interview "Das würde ich mir niemals anmaßen"

Von Philipp Scheffbuch 

Lars Schlecker spricht über unternehmerische Fehleinschätzungen, rote Zahlen und die Auswirkungen seiner Entführung im Jahr 1987.

Unsere Wettbewerber könnten noch Probleme bekommen, sagt Lars Schlecker. Foto: Honzera
"Unsere Wettbewerber könnten noch Probleme bekommen", sagt Lars Schlecker. Foto: Honzera
Im kleinen Hinterraum einer Schlecker-Filiale in der Fußgängerzone von Stuttgart-Bad Cannstatt sitzt Lars Schlecker. Der Raum ist frisch geweißelt, draußen werden die letzten Renovierungen durchgeführt. Am nächsten Tag steht die Neueröffnung an.

Herr Schlecker, warum soll ich ausgerechnet bei Ihnen einkaufen?


Das ist ganz einfach: Weil wir als Nächstes um die Ecke sind und weil Sie bei uns alles aus dem Drogeriesortiment finden.

Ihre Läden gelten weder als billig noch als hübsch. Viele Menschen besuchen Ihre Räumlichkeiten hauptsächlich mangels Alternativen am Ort. Stört Sie das nicht?


Klar stört es mich, wenn ein Laden nur 120 Quadratmeter hat, verwinkelt ist und die Preisschilder kreuz und quer liegen. Deshalb werden wir die Läden dem Zeitgeist anpassen, die Waren neu sortieren, das Licht verändern und die Gänge verbreitern.

Aber wirtschaftlich hat Ihr Konzept lange Zeit bestens funktioniert. Sie sind immerhin ein Geschäftsführer der nach wie vor größten Drogeriemarktkette in Deutschland.


Ja, das stimmt. Aber zuletzt hatten wir Umsatzeinbußen. Wir müssen uns nun weiterentwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Schreiben Sie rote Zahlen?