Schleichwerbung-Prozess um Cathy Hummels An der Grenze zur Schleichwerbung

Von und Michael Bosch 

Die Moderatorin und Spielerfrau Cathy Hummels steht am 11. Februar wegen Schleichwerbung vor dem Landgericht München. Es geht darum, dass sie selbst gekaufte Produkte gezeigt hat und diese nicht als Werbung gekennzeichnet hat. Das Urteil könnte wegweisend für alle Influencer sein.

Cathy Hummels ist eine gefragte Werbefigur. Wegen mutmaßlich ungekennzeichneter Werbung auf Instagram droht ihr eine Strafe. Foto: Lichtgut/Piechowski, privat
Cathy Hummels ist eine gefragte Werbefigur. Wegen mutmaßlich ungekennzeichneter Werbung auf Instagram droht ihr eine Strafe. Foto: Lichtgut/Piechowski, privat

Stuttgart/München - Dieser Montag wird für „Catherinyyy“, wie sich Cathy Hummels auf der Fotoplattform Ins­tagram nennt, wohl nicht so bunt-fröhlich, wie sie üblicherweise ihren Alltag in den sozialen Netzwerken präsentiert. Ein kleiner Eindruck: Allein in den vergangenen vier Wochen hat sie Fotos von sich am Strand in Dubai, von der Fashion-Week in Berlin und aus dem Central Park in New York hochgeladen. Am Montag muss sich die Moderatorin und Frau des FC-Bayern-Fußballers Mats Hummels an eine weniger attraktiv klingende Adresse begeben: Prielmayerstraße 7 in München. Dort sitzt das Landgericht München I – und die 31-Jährige muss dort persönlich erscheinen. Der Verband Sozialer Wettbewerb (VSW) wirft Hummels Schleichwerbung auf Ins­tagram vor. Verliert sie, droht ihr eine Geldstrafe von bis zu einer halben Million Euro – auch wenn die Höchststrafe unwahrscheinlich ist.