Schleusendefekt in Stuttgart Schleuse kann Wassermassen nicht bewältigen

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Beim Versuch, die Wassermassen Freitagnacht schneller abfließen zu lassen, trat eine Schaden an der Hofener Schleuse ein. Die Feuerwehr ist bis Samstagmittag im Einsatz gewesen.

Elf Häuser und 25 Autos standen nach dem Defekt an der Schleuse unter Wasser. Foto: 7aktuell.de/Adomat
Elf Häuser und 25 Autos standen nach dem Defekt an der Schleuse unter Wasser. Foto: 7aktuell.de/Adomat

Stuttgart - Gewaltige Wassermassen und ein Schleusentor, das beim Versuch nachzusteuern kaputt gegangen ist, sind die Ursachen der Überflutung am Wochenende in Hofen gewesen. „Statt 50Kubikmeter pro Sekunde, die normalerweise im Neckar abfließen, waren es auf einen Schlag etwa 300 Kubikmeter pro Sekunde“, beschreibt Barbara Grüter, die stellvertretende Leiterin des Wasser- und Schifffahrtsamtes, die Zustände an der Hofener Schleuse, als der Starkregen einsetzte. Mitarbeiter hätten versucht, die Wassermassen schneller abfließen zu lassen. Sie wollten die Schütze, die metallenen Schiebewände am unteren Ende der Schleuse, schneller hochfahren, als das normalerweise geschieht, damit das Wasser darunter durchströmen kann. Dabei sei ein Defekt aufgetreten. Die genaue Ursache untersuchen die Fachleute noch, konnten aber am Montag den Fehler noch nicht finden. Das Wehr, das durch die Schleusentore gesteuert wird, befindet sich direkt neben dem Wasserkraftwerk. „Das ist auch noch ausgefallen, normalerweise fließt durch das Kraftwerk ebenfalls Wasser ab, so kam eins zum anderen“, schildert Grüter.

Zu den Mengen in der Hofener Schleuse kam noch das Wasser, welches der Nesenbachdüker als unterirdischer Abwasserkanal unterhalb der Staustufe Bad Cannstatt in den Neckar leitet. Wie viel Wasser das war, sei nicht bekannt, sagt Barbara Grüter.

Die Feuerwehr war in Hofen bis gegen 12 Uhr am Samstag im Einsatz. Die Wehrleute pumpten Wasser ab, nicht nur aus Gebäuden: „Mit dem Wasser kam ja auch Dreck, der die Kanalabläufe verstopfte. Da man die Schächte nicht sieht, wenn Wasser darübersteht, mussten wir auch hier pumpen, um die Abläufe wieder freilegen zu können“, schildert der Feuerwehrsprecher Florian Gödde.




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