Schleuser Kriminelle Fluchthilfe

Razzia gegen Schleuser im Osten Deutschlands. Foto: Paul Zinken/dpa/Paul Zinken

Der Kampf gegen Schleuserkriminalität ist effektiv – ein Erfolg der politisch unliebsamen Grenzkontrollen, meint StZ-Autor Armin Käfer.

Titelteam Stuttgarter Zeitung: Armin Käfer (kä)

Migration geht häufig mit Kriminalität einher. Ohne Schleuser schaffen es nur wenige Migranten nach Europa. Hinter dem Geschäft der Schleuser stecken aber häufig Netzwerke von Organisierter Kriminalität – kurzum: eine Art Mafia. Diese Zusammenhänge entwerten nicht die individuellen Gründe von Migranten, ihr Heil in Europa zu suchen. Sie zeigen aber, dass nicht automatisch die hier ankommen, die der Obhut oder der humanitären Hilfe am dringendsten bedürfen. Es wäre blauäugig, das zu glauben. Es vielmehr vor allem diejenigen, die ihre Schleuser bezahlen können. Das Ticket nach Europa kostet mindestens eine vierstellige Summe.

 

Die Polizei hat im vergangenen Jahr erheblich mehr Schleuser erwischt. Dafür gibt es einen schlichten, wenn auch teuren Grund: die verschärften Grenzkontrollen. Die jetzt präsentierte Erfolgsbilanz widerlegt das politisch motivierte Narrativ, sie würden nichts nützen. Das Gegenteil ist der Fall. Allerdings braucht es dafür sehr viel Personal. Wie lange die Kontrollen und damit der Kampf gegen Schleuserkriminalität aufrecht zu erhalten sind? Auch das ist allein eine Frage des politischen Willens.

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