Die Chocobar und Shivas Café im Leo-Center waren plötzlich zu. Die Mietverträge haben noch Bestand, sagt der Center-Manager Serge Micarelli und kündigt neue Konzepte an.

Die Chocobar von Danila mit außergewöhnlichen Schokoladen-Leckereien hatte Serge Micarelli, der Manager des Leo-Centers, noch im frühen Sommer des vergangenen Jahres mit Vorschusslorbeeren angekündigt. „Mit diesem Konzept haben wir ein Alleinstellungsmerkmal in der Region“, frohlockte der Chef des Leonberger Einkaufszentrums. Die Eröffnung folgte dann rasch im August 2025.

 

Doch seit einigen Tagen ist diese Bar im Obergeschoss gleich an der Rolltreppe wieder geschlossen – für immer. Der Mieter hat am vergangenen Samstag alles abgebaut. Geräte und das Mobiliar sind bereits weg, ein Baustellenband sperrt die Ladenfläche ab. Auf einem an der gläsernen Auslage befestigten Zettel heißt es: „Es tut uns sehr leid, aber wir mussten unsere Türe schließen.“ Die Chocobar in der Neu-Ulmer Glacis-Galerie sei weiterhin geöffnet, und man würde sich dort über einen Besuch freuen.

„Wir haben geschlossen.“ Foto: Nathalie Mainka

Ein Stockwerk tiefer gegenüber dem Tchibo-Geschäft ein ähnliches Bild. Auch in Shivas Café „Iced Mojo“ sind die Lichter ausgegangen. Auf einem Schild bedankt sich die ehemalige Betreiberin für die „Treue, Wärme und für die gemeinsamen Momente“ mit ihren Kunden. „Schweren Herzens musste ich mein Café schließen. Ich werde euch sehr vermissen. Es tut mir leid.“

Bereits der Start des Cafés war etwas holprig gewesen. 2024 wurde die Fläche an ein Partnerunternehmen der Franchise-Gastrokette Coffreez GmbH aus Waiblingen vermietet. Doch Coffreez musste wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung Insolvenz anmelden, das Verfahren wurde im Sommer 2025 eröffnet. „Die Betreiberin hat das Konzept dann in Eigenregie übernommen, der Mietvertrag wurde auf sie übertragen“, erklärt Serge Micarelli.

Center-Manager Micarelli: „Beide Shops sind gut gelaufen“

Sowohl die Chocobar als auch das Café im Untergeschoss seien gut gelaufen, beteuert Micarelli, der regelmäßig einen Einblick in die Quartalszahlen bekommt. „Zu den beiden geschlossenen Shops kann ich derzeit keine tiefergehenden Gründe nennen, weil das Mietverhältnis aktuell noch besteht. Nur so viel, dass die jeweiligen Betreiber sich recht kurzfristig dazu entschieden haben, ihre Shops nicht mehr weiter zu betreiben“, so der Center-Manager. Er gehe davon aus, dass er beide Flächen wieder schnell vermieten könne.

Von diesen beiden Rückschlägen möchte sich Serge Micarelli nicht beirren lassen. Er blickt viel lieber auf positive Entwicklungen im Leo-Center. „Seit November 2024 haben wir zehn neue Shops angesiedelt und eröffnet. Derzeit haben wir sieben Mietverträge ausverhandelt, und diese liegen den potenziellen Mietern zur Unterschrift vor.“ Das wiederum könne bedeuten, dass noch im ersten Halbjahr 2026 sechs neue Läden eröffnet würden. Eine weitere sei im vierten Quartal in Planung. „Und in der Zwischenzeit verhandeln wir natürlich weiter an zukünftigen Konzepten.“