In der Nacht auf Freitag wurde ein Stahl-Kunstwerk von Gerlinde Beck, das vor dem Dätzinger Schloss steht, demoliert. Die Stiftung setzt für Hinweise auf die Täter eine Belohnung aus.
Kuno Schlichtenmaier ist entsetzt. Eine Skulptur der Stuttgarter Künstlerin Gerlinde Beck (1930-2006), die vor dem Dätzinger Schloss steht, ist in der Nacht zum Freitag stark beschädigt worden. „Sie wurde gewaltsam aus der Verankerung gerissen und umgeworfen“, berichtet der 73-Jährige.
Auffällig: Ein Kleber der VfB-Stuttgart-Fangruppe „Ultras Schwabensturm“ wurde angebracht und zudem mit weißer Farbe das Wort „Deutsch“ aufgemalt. Der Sachschaden beträgt laut Schlichtenmaier etwa 10 000 Euro. „Für konkrete Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, setzen wir eine Belohnung aus“, sagt Kuno Schlichtenmaier als Vorstand der Gerlinde-Beck-Stiftung.
Skulptur stammt von 1972
Das Kunstwerk „Figur in Röhrenlandschaft“ von Gerlinde Beck stammt aus dem Jahr 1972. Die Skulptur ist Teil des Sculptoura-Kunstpfades, den der Landkreis Böblingen 2015 eröffnet hat und der mittlerweile von Leonberg bis Waldenbuch reicht. Kuno Schlichtenmaier ist Mitbegründer der gleichnamigen Galerie, die ihren Sitz im Schloss Dätzingen hat, ist aber nicht mehr in der Geschäftsführung tätig.