Schnäppchen für Feinstaub-Vermeider Stuttgart hat jetzt eine Feinstaub-App

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Seit Mitte März gibt es eine Feinstaub-App für Stuttgart. Erdacht wurde sie beim StZN-Feinstaub-Hackathon. Das ist für die Nutzer nicht nur informativ – man kann mit der App sogar Geld sparen.

„Bassd scho“, sagt die App, wenn gerade kein Feinstaubalarm herrscht. Foto: Helix
„Bassd scho“, sagt die App, wenn gerade kein Feinstaubalarm herrscht. Foto: Helix

Stuttgart - Eines der beeindruckendsten Ergebnisse beim Feinstaub-Hackathon unserer Zeitung war der Prototyp einer spielerisch angehauchten Feinstaub-App. Gemeinsam Feinstaub vermeiden: das war die Idee bei der Veranstaltung am 20. Januar in der Merz-Akademie. Keine zwei Monate später ist die App fertig und kann auf iPhones und iPads installiert werden.

„Die App ist das Pilotprojekt für Innovation in unserer Firma“, sagt Linus Linder von der Herrenberger IT-Firma Helix. Drei Mitarbeiter haben zwei Monate lang an der App getüftelt. Sie ist schön übersichtlich gehalten: die Anwendung erklärt dem Nutzer, ob aktuell Feinstaubalarm herrscht, sie vermittelt Wissenswertes zum Thema Feinstaub – und man kann mit ihr bares Geld sparen.

Wer bei Feinstaubalarm mit Bahn, Bus, Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist, erhält in ausgewählten Geschäften einen Rabatt. Elf Unternehmen sind zum Start dabei, darunter der 0711 Store in Stuttgart-West, die mocca Bar im Kaufhaus Das Gerber sowie die Hof-Apotheke am Schillerplatz. Es hätten noch viel mehr sein können, sagt Linus Linder, „aber wir wollten die App rechtzeitig noch vor dem Ende der Feinstaubalarm-Saison veröffentlichen“.

Fehler in der Datenschnittstelle behoben

Warum es erst jetzt eine Feinstaub-App für Stuttgart gibt? „Gute Frage, sagt Linder. Die Entwicklung sei doch aufwendiger als gedacht. Einen Fehler in der Datenschnittstelle der Stadt, die damit automatisiert über den Feinstaubalarm informiert, habe man auch gleich entdeckt und beheben lassen.

Für die mögliche nächste Feinstaubalarm-Saison im Herbst wolle er die App überarbeiten, kündigt Linus Linder an – dann aber nicht mehr bei seinem bisherigen Arbeitgeber. Der Eigner habe entschieden, dass die Helix keine Apps mehr entwickeln soll. Deshalb verlässt Linder nun das Unternehmen – unter anderem, um mit seiner App zu helfen, Feinstaub in Stuttgart zu verringern.

Der Hackathon, bei dem die App entstand, fand im Rahmen des Datenprojekts Feinstaubradar statt, mit dem unsere Zeitung die Leser über die Feinstaubbelastung bei ihnen vor Ort informiert. Informationen zur App und den Download-Link (nur für Geräte mit Apples Betriebssystem iOs) gibt es hier.

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