Schnallenäcker III in Renningen Maikäfer und Wildbiene schlagen Grundgesetz-Mütter

Unter anderem der Küchenschellenweg und die Schönbuchstraße werden künftig durch das neue Baugebiet führen. Foto: factum/Jürgen Bach
Unter anderem der Küchenschellenweg und die Schönbuchstraße werden künftig durch das neue Baugebiet führen. Foto: factum/Jürgen Bach

Die Straßennamen für das künftige Baugebiet Schnallenäcker III stehen fest.

Renningen - Egal, in welcher Stadt ein Gemeinderat sitzt, dieses Thema ist immer eine beliebte Spielwiese.“ Damit meint der Renninger Bürgermeister Wolfgang Faißt (Freie Wähler) die Diskussionen um Straßennamen in einem Neubaugebiet. Auch für das zukünftige Schnallenäcker III galt es, neue Namen zu finden, die die Straßenschilder später zieren werden. In den Ausschüssen gab es einige Vorschläge, zum Beispiel Märchennamen – das hatte seinerzeit schon den Heimsheimer Gemeinderat gespalten – oder Namen berühmter Frauen. Die Mehrheit befürwortete aber den Vorschlag der Verwaltung, der dann auch im Gemeinderat endgültig beschlossen wurde.

So werden die Straßen in Schnallenäcker III folgendermaßen heißen: Schlüsselblumenweg, Küchenschellenweg, Maikäferweg, Wildbienenweg, Zwiebeläckerstraße, Korngäustraße, Schönbuchstraße und Oberbrunnenstraße. Bereits in den angrenzenden Wohngebieten finden sich Straßen mit Namen von Blumen, die Oberbrunnenstraße ist diejenige, die zum Oberbrunnen führt.

Vorschlag: Mütter des Grundgesetzes würdigen

Einstimmig fiel das Ergebnis aber nicht aus. Die Frauen für Renningen (FfR) schlugen vor, dass auch Namen berühmter Frauen zum Zug kommen sollten. „Wir haben in Renningen 50 Straßen, die nach Männern benannt wurden“, monierte Resi Berger-Bäuerle. Frauen dagegen kämen kaum vor. Mit ihrem Vorschlag wollten sie die vier Mütter des Grundgesetzes würdigen. Zudem sei die Idee nicht willkürlich, bereits in Schnallenäcker II gibt es Wege, die nach berühmten Frauen benannt sind. Diese Reihe wollten die Frauen für Renningen gerne fortführen. Auch andere, wie Susanne Blaurock von den Grünen, machten sich für den Antrag stark.

Gegenargumente lauteten, dass die Vorschläge der Verwaltung schlüssig seien und einen lokalen Bezug haben. Gerade für Neubürger sei es zudem ärgerlich, wenn sie den Namen ihrer Straße ständig buchstabieren müssten, weil den Namen der Person auf dem Schild niemand kennt. Der Antrag der Frauen für Renningen erhielt am Ende sechs Ja-Stimmen und neun Gegenstimmen bei zwei Enthaltungen. Der Vorschlag der Verwaltung wurde mehrheitlich angenommen.




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