Schnelltests an Stuttgarter Schulen Mit dem Spucktest auf der sicheren Seite

An langen Tischen machen die Schüler den Spucktest. Foto: Lichtgut/Julian Rettig 4 Bilder
An langen Tischen machen die Schüler den Spucktest. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

An der Freien Evangelischen Schule in Stuttgart-Möhringen sind vor dem Schulstart die Fünft- und Sechstklässler sowie Schüler der Abschlussklassen auf das Coronavirus getestet worden.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Stuttgart - Etwas blass um die Nase, aber glücklich: Die elfjährige Mia hat einen Spucktest hinter sich gebracht, denn am Montag ist ihr erster Schultag in der Freien Evangelischen Schule (FES) in Stuttgart-Möhringen. „Wir haben die Schule gewechselt, weil hier Online-Unterricht ist und das hier besser organisiert“, sagen ihre Eltern. An der FES testete den ganzen Sonntag bis in den Abend ein Ärzteteam mit Hilfe von Freiwilligen – etwa Eltern, die im medizinischen Bereich tätig sind – die 13- bis 18-Jährigen auf das Coronavirus. „Das sind die Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf und sechs, die Absolvierenden der Werkreal- und Realschule sowie des Beruflichen Gymnasiums“, erklärt FES-Geschäftsführer Jens Geiger.

Sorge wegen Mutationen

„Mit Wasser den Mund ausspülen, in die Maske husten, dann frisches Sekret in den Becher spucken“, erklärt Unfallchirurg Stefan Reichert das Vorgehen. Er führte mit dem Hals-Nasen-Ohrenarzt Patrick Oster und dessen Frau, Hautärztin Nicole Oster, die Tests durch – an langen Tischen mit ausreichend Abstand zwischen den Schülern. Kein Test fiel bei dieser Testaktion positiv aus. Wäre dies doch der Fall gewesen, wäre die betroffene Person benachrichtigt und zum PCR-Test geschickt worden. „Die steigenden Zahlen und die sich zunehmend verbreitenden Mutationen machen uns schon Sorgen!“, so Oster.

„Wir wollen auf der sicheren Seite sein, Fälle rechtzeitig entdecken und den Unterricht weiterführen können“, betont FES-Chef Geiger. „Unsere Mitarbeitenden werden schon regelmäßig getestet, per Nasenabstrich.“ Die Testung der Schüler sei ein Pilotprojekt. Diese soll dann regelmäßig zwei Mal pro Woche stattfinden, wenn möglich mit Selbsttests. „Je nach Erfahrung können wir dann auch die Grundschüler einbeziehen.“ Er hofft auf Unterstützung der Stadt, es liefen Gespräche. Die Pilottestung werde über die Ärzte und damit Krankenkassen abgerechnet.




Unsere Empfehlung für Sie