Schönbuchschule in Stuttgart-Dürrlewang Raum zum Lernen und Entspannen

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Eine anstrengende Bauzeit liegt hinter den Schülern und Lehrkräften der Schönbuchschule. Am Freitag wurden die umgestalteten Räume für den Ganztagsschulbetrieb und die neue Mensa mit einem Festakt eröffnet. Wir haben uns an der Schule umgeschaut.

Die Schüler der Schönbuchschule begleiteten den Festakt mit Theater und Gesang. Foto: Sandra Hintermayr
Die Schüler der Schönbuchschule begleiteten den Festakt mit Theater und Gesang. Foto: Sandra Hintermayr

Dürrlewang - Seit dem Schuljahr 2015/16 ist die Schönbuchschule Ganztagsschule. Die ehemaligen Räume des Hauptschulzweigs wurden aufwendig umgestaltet und eine neue Mensa eingerichtet. Insgesamt 3,6 Millionen Euro hat der Umbau gekostet. „Erfreulicherweise konnten alle für den Ganztagsunterricht benötigten Räume im Bestand untergebracht werden“, sagte Isabel Fezer, die Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, beim Festakt. Neue Gebäude waren somit nicht nötig.

Das Ergebnis des Umbaus ist in erster Linie grau und gelb: Die beiden Farben dominieren die Fassaden und Räume in unterschiedlichen Abstufungen. „Die warmen Gelb- und Orangetöne bilden einen schönen Kontrast zur dunklen Fassade“, erläuterte Arno Freudenberger vom ausführenden Stuttgarter Büro Architekturagentur. Seit 2008 seien die Architekten an der Schule tätig gewesen. Damals sei es zunächst um eine Außentoilette gegangen. „Dann ging es weiter mit der energetischen Sanierung und der Renovierung der Turnhalle. Von der ersten bis zur letzten Baumaßnahme sind nun beinahe zehn Jahre vergangen“, sagte Freudenberger.

Der Schulgarten gefällt den Kindern am besten

Neben der Mensa, die für 340 Schüler beziehungsweise Essen in zwei Schichten ausgelegt ist, gibt es unter anderem eine kleine Lehrküche, in der die Schüler kochen und backen können, eine Bücherei, Kreativ-, Bewegungs- und Ruheräume sowie Forschungsräume, in denen die Schulklassen naturwissenschaftlich experimentieren können.

„Der Tagesablauf an einer Ganztagsschule ist geprägt vom kindgerechten Wechsel zwischen Lern- und Entspannungsphasen“, erklärte Bürgermeisterin Fezer das Konzept. Gemeinschaft und soziales Lernen ergänzen den Unterricht nach Stundenplan. Ein Aufzug verbindet alle Stockwerke des Baus II. Damit wird das Konzept einer inklusiven Grundschule weiter verfolgt. Denn die Schönbuchschule kooperiert seit Jahren mit der Bodelschwinghschule. Sowohl die Grundschüler aus Dürrlewang als auch Bodelschwingh­schüler begleiteten den Festakt mit Musik und Theaterszenen.

Lagerräume und Lehrerzimmer ergänzen die Fach- und Unterrichtsräume. Zudem wurden beide Gebäude der Schönbuchschule brandschutztechnisch auf einen neuen Stand gebracht. Nicht nur die Räume, auch das Außengelände wurde umgestaltet. Es gibt einen Kletter- und Balancierparcours, Bodentrampoline und einen Schulgarten, dazu eine Art Pavillon aus einem Stahlgerüst, an dem in den kommenden Jahren Hainbuchen hinaufwachsen sollen. Auf Nachfrage Fezers, was den Grundschülern an ihrer neu gestalteten Schule denn am besten gefalle, waren sich alle einig: „Der Garten“ antworteten die Kinder wie aus einem Mund.

Der Schulhof glich zeitweise einer Großbaustelle

Die Freude über die Umgestaltung ist bei Schülern und Lehrkräften groß. Denn hinter ihnen liegt eine lange Bauzeit. Der Unterricht, auch der Ganztagsbetrieb, lief während der Arbeiten weiter. „Es gab jede Menge Verzögerungen aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse, etwa bei der Bausubstanz“, sagte Schulleiterin Christine Seeger. Insbesondere das vergangene Schuljahr habe allen einiges abverlangt. „Klassen- und Fachräume waren noch nicht fertig oder unvollständig, in manchen Zimmern gab es kein Wasser oder Heizungen funktionierten nicht. Der Schulhof glich zeitweise einer Großbaustelle“, zählte Seeger auf. Dazu habe sich eine gewisse Lärmbelastung nicht unterbinden lassen. „Es waren viel Kreativität, Fantasie und Verständnis gefordert, um den Unterricht aufrecht halten zu können“, sagte die Rektorin. Nach den Pfingstferien 2017 habe die Mensa dann ihren Probebetrieb aufnehmen können. „Das Ende der Bauzeit war in Sicht“, so Seeger. „Und mit Beginn dieses Schuljahrs konnte der Regelbetrieb wieder aufgenommen werden.“

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