Scholz bei Joko und Klaas „Wow, Olaf Scholz spricht mich zum ersten Mal tatsächlich an“

Olaf Scholz saß auf einer Bühne allein auf einem Stuhl und sprach eindringlich über die Coronalage. Foto: dpa
Olaf Scholz saß auf einer Bühne allein auf einem Stuhl und sprach eindringlich über die Coronalage. Foto: dpa

Er ist noch nicht vereidigt, spricht aber schon zu Deutschland – und das bei Joko und Klaas: Olaf Scholz’ Appell zur Coronalage in „Joko und Klaas 15 Minuten live“ nötigt vielen auf Twitter großen Respekt ab.

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München - Mit einem eindringlichen Appell zum Impfen hat sich der künftige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in der Fernsehsendung „Joko und Klaas 15 Minuten live“ an die Zuschauer gewandt. Jeder, der könne, solle sich gegen das Coronavirus immunisieren lassen, sagte Scholz am Mittwochabend: „Nur das hilft.“ Alle Experten seien sich einig, dass in Deutschland derzeit zu wenige Menschen geimpft seien. Das sei der Grund dafür, dass Krankenhäuser und Intensivstationen wieder vollliefen.

Scholz’ Auftritt bei den ProSieben-Entertainern bekam auf Twitter viel Zuspruch:

Dass der designierte Bundeskanzler bei Joko und Klaas auftritt, nötigte auch diesen Usern Respekt ab:

„Viele Geimpfte sorgen für eine stabile Infektionslage“, betonte Scholz in der ProSieben-Sendung. Neu in der aktuellen vierten Welle der Pandemie sei, dass die Linie zwischen Menschen mit mildem und schwerem Verlauf nicht mehr zwischen Alten und Jungen verlaufe, sondern zwischen Geimpften und Ungeimpften. Wer sich nicht impfen lasse, gefährdet sich selbst, Kinder und alle Mitmenschen, die sich aufgrund von Vorerkrankungen nicht impfen lassen könnten.

Besuche auf Covid-Stationen hätten ihn „tief betroffen zurückgelassen“, sagte Scholz. Er würdigte auch die besonderen Belastungen für junge Menschen: „Es ist mir bewusst, dass Abstandhalten und Jungsein nur sehr schlecht zusammenpassen.“ Die Lage sei schwer, die Lösung liege aber auf der Hand. „Ich möchte, dass wir bis Weihnachten bis zu 30 Millionen Impfungen in die Oberarme kriegen“, sagte er. Dazu sollten unter anderem die Kapazitäten der Impfzentren deutlich erhöht werden.

Vor Scholz waren eine 23-Jährige mit Long-Covid-Erkrankung und ein Oberarzt der Intensivstation der Charité aufgetreten und hatten ihre Erlebnisse geschildert. Auf Twitter gab es viel Lob für die Macher von „Joko und Klaas 15 Minuten live“, dass sie den Betroffenen selbst Raum in ihrer Sendung gaben:

In der Sendung „Joko und Klaas 15 Minuten live“ dürfen die Entertainer Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf eine Viertelstunde Sendezeit nach Belieben gestalten - dabei nutzen sie die Zeit oft für ernste Themen. Die Sendezeit erspielen sie sich zuvor in einer Gameshow. „Wir hätten es als grob fahrlässig empfunden, die Zeit, die wir hier zur Verfügung haben, diesem Thema nicht zu schenken.“




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