Schorlaus Buchladenplädoyer Bestsellerautor wirbt für lokalen Handel

Von  

Der Stuttgarter Schriftsteller Wolfgang Schorlau ruft dazu auf, Bücher gerade in der Corona-Krise nicht beim Versandriesen Amazon, sondern den lokalen Buchläden online zu bestellen und so den örtlichen Handel zu stärken.

Augen auf beim Bücherkauf, rät Wolfgang Schorlau Foto: Lichtgut/Oliver Willikonsky
Augen auf beim Bücherkauf, rät Wolfgang Schorlau Foto: Lichtgut/Oliver Willikonsky

Stuttgart - Der Schriftsteller Wolfgang Schorlau ruft mit entschiedenen Worten dazu auf, Bücher gerade in der Corona-Krise nicht beim Versandriesen Amazon, sondern den lokalen Buchläden online zu bestellen und so den örtlichen Handel zu stärken.

„Irgendwann ist dieser verdammte Virus besiegt“, schreibt der Stuttgarter Krimiautor dazu in einem Facebook-Post – und weiter: „Wir wissen nicht, wann, aber irgendwann werden wir wieder Freunde umarmen, Geliebte küssen, die Großeltern besuchen, im Theater und im Konzert den Künstlern applaudieren, zu Lesungen gehen und im Buchladen stöbern. Bis dahin sollte es all unsere Buchhandlungen noch geben.“

Schorlau ruft in diesem Beitrag dazu auf, Bücher bei Onlinebestellungen beim örtlichen Buchhändler zu ordern. „Bitte bedenke: Online-Bestellungen bei multinationalen Konzernen finanzieren weder unsere Krankenhäuser, noch die Schulen und auch nicht die Kunst in unserem Land. Und sie sorgen nicht für lebendige Innenstädte. Das Virus ist nicht nur für unsere Gesundheit gefährlich. Er greift auch unsere kulturelle Infrastruktur an und kann sie massiv schädigen, vielleicht sogar zerstören. Und so wie wir nun klug und besonnen unsere Gesundheit schützen, sollten wir ebenso klug und besonnen unsere kulturellen Einrichtungen retten - und dazu gehören auch die Buchhandlungen“, schreibt der Bestsellerautor – und bilanziert in seinem Aufruf an einen unbekannten Leser: „Deshalb, lieber Freund, bestelle meine und die Bücher anderer Autoren online. Stapele und horte sie - Bücher hamstern macht nämlich viel mehr Sinn und vor allem viel mehr Spaß als das Hamstern von Klopapier. Erlaube nicht, dass das Virus unsere kulturellen Angebote killt.“