Das Straßenfest Schowo wird einzig und allein durch Ehrenamtliche getragen. Dazu zwei Beispiele aus dem diesjährigen Festlestreiben.

Rems-Murr: Oliver Hillinger (hll)

Schorndorf - So etwas wie Urlaub am Strand kennt Fritz Eberhard nicht. Der 27-jährige Asphaltbauer aus Adelberg (Kreis Göppingen) hat stattdessen zwei Fixtermine, um die er jedes Jahr seine freien Tage gruppiert: Den Fasching und das Straßenfest Schowo in der Schorndorfer Innenstadt, das jeden Sommer vier Tage dauert.

Fritz Eberhard ist Mitglied beim Ringerverein ASV, schon als Zehnjährigen haben seine Eltern ihn mit an dessen Schowo-Stand genommen. Für den ASV sind die Einnahmen ein wichtiger Posten, davon kaufen die Sportler unter anderem ihre Trikots und andere Utensilien. „Fritzle“, wie er damals gerufen wurde, half anfangs bei der Getränkeausgabe, dann bei der Essenszubereitung. Auch anderes hat er am Stand erledigt. „Ich bin direkt nach der Schule hergekommen und habe meine Hausaufgaben hier gemacht“, erzählt er. Bei Problemen, etwa den Matheaufgaben, bekam er Unterstützung von anderen Standbetreibern. „Da gab es genügend Lehrer und Versicherungsleute, die rechnen konnten“, sagt er und grinst.

Zehn Jahre später braucht „der Fritz“, wie sie ihn jetzt alle rufen, ebenfalls seine Rechenkünste, aber in anderer Hinsicht. Er ist einer, der alle Abläufe am ASV-Stand im Blick hat. Er holt Jahr für Jahr die laubenartige Holzkonstruktion aus dem Depot, er sorgt dafür, dass sie am Mittwoch vor der Schowo installiert wird. Er weist die Vereinsaktiven ein. Er bestellt Salat und Würste bei den Metzgern. Auch den Vorrat an Kölsch, das am ASV-Stand ausgeschenkt wird, muss er kalkulieren. „Während der Konzerte schließen wir den Zapfhahn nie“, erklärt er. Mit mehr als 35 Fässern sei dieser Samstag einer der besten Schowo-Samstage gewesen, seit er dabei ist.

Lesen Sie mehr zum Thema

Adelberg Schorndorf Straßenfest