Schorndorf Quartett will sechs Windanlagen bauen

Von Harald Beck 

Vier kommunale Energieversorger planen bei Unterberken bis zu sechs Windräder. An der Bewerbung am „Standort GP 03“ sind die Stadtwerke Fellbach, Schorndorf und Tübingen sowie die Energieversorgung Filstal beteiligt.

Bei Unterberken könnten bald Windräder stehen Foto: Gottfried Stoppel/Archiv
Bei Unterberken könnten bald Windräder stehen Foto: Gottfried Stoppel/Archiv

Schorndorf - Eine gemeinsame Bewerbung für den Windkraftstandort „GP 03 Unterberken“ haben laut gleichlautenden Rathausmitteilungen aus Fellbach und Schorndorf jetzt vier kommunale Energieversorger eingereicht. Die Energieversorgung Filstal, die Stadtwerke Fellbach, die Stadtwerke Schorndorf und die Stadtwerke Tübingen wollen demnach die Planung, Errichtung und den Betrieb der Windkraftanlagen zusammen organisieren. Insgesamt ist für diesen Standort der Aufbau von bis zu sechs Windrädern mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von etwa 25 Millionen Euro vorgesehen.

„Impuls für Klimaschutz“

Dazu haben sich die vier Unternehmen in einer Kooperation zusammengeschlossen. Andreas Seufer, der Geschäftsführer der Stadtwerke Schorndorf, sieht in der gemeinsamen Bewerbung gleich mehrere Vorteile: „Wir alle kennen uns seit vielen Jahren als engagierte Partner für die Belange der Region und der Umwelt. Zudem sehen wir hier, insbesondere durch die räumliche Nähe zwischen Schorndorf und Unterberken, die Chance, einen weiteren wichtigen Impuls für den Klimaschutz zu setzen.“ Die Stadtwerke Schorndorf sehen sich als regional verwurzelter Energieversorger, der Ökostrom aus 100 Prozent Wasserkraft sowie Biogas anbietet. Des weiteren erzeuge man mit Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen umweltfreundliche Energie und Wärme. „Die Ökologie zu fördern, treibt uns an“, behauptet Seufer.

Auch in Fellbach verweist man auf die langjährige eigene Erfahrung im Bereich der Windenergienutzung: „Wir haben das Windkraft-Know-how und die Begeisterung für den Ausbau der Erneuerbaren Energien“, sagt Thomas Mahlbacher, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Stadtwerke Fellbach (SWF). Man bringe sich gerne in diesem Projekt ein. Denn, so Mahlbacher: „Der dezentrale Ausbau von regenerativen Anlagen zur Stromerzeugung ist der Weg in die Zukunft. Wir wollen mit unserem Engagement dazu beitragen, dass die Energiewende sowohl regional hier in Baden-Württemberg, als auch auf Bundesebene gelingen kann.“

Eigener Windpark auf der Schwäbischen Alb

Die Stadtwerke Fellbach haben bereits im Jahr 2000 einen eigenen Windpark „Am Hochsträß“ auf der Schwäbischen Alb gebaut. Vier Windräder mit einer Gesamtleistung von 2640 Kilowatt sind dort, etwa sieben Kilometer von Geislingen entfernt, in Betrieb. Die Rotoren könnten ihre Leistung an die Windgeschwindigkeit anpassen und eigneten sich deshalb besonders gut für das Binnenland. Laut eigener Darstellung habe der Windpark seit seiner Inbetriebnahme jedes Jahr 3,4 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom produziert.




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