Schorndorfer Modellprojekt Pop-up-Radwege als Test für umweltfreundliche City

Auch der Archivplatz soll um einiges attraktiver werden. Foto: /Gottfried Stoppel
Auch der Archivplatz soll um einiges attraktiver werden. Foto: /Gottfried Stoppel

In dem von Land und Bund geförderten Projekt „Klima Mobil“ will Schorndorf umweltfreundliche Mobilität mit mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt verbinden.

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Stadtverkehr - Mehr Aufenthaltsqualität und ein Optimum an klimafreundlicher Mobilität in der Innenstadt: Das sind die Ziele des Projekts Klima Mobil, an dem Schorndorf seit knapp zwei Jahren zusammen mit 15 weiteren Modellkommunen im Land beteiligt ist. In der Umsetzungsphase des Projekts geht es vor allem darum, die öffentlichen Flächen am Archivplatz, in der Johann-Philipp-Palm Straße sowie in der Archivstraße aufzuwerten. Das alles geschieht auch im Zuge des geplanten Um- beziehungsweise Neubaus der Stadtbibliothek am Archivplatz

Was dauerhaft bleibt entscheidet der Gemeinderat

Die Grundzüge dieser Optimierung und die vorgesehene Beteiligung aller Betroffenen hat der Bürgermeister Thomas Englert in einer Videokonferenz vorgestellt, zusammen mit den an dem Modellprojekt teilnehmenden Organisationen, darunter die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg und die Innovationsberatung team red. Der Tenor: Umgestaltungsmaßnahmen sollen erst nach intensiven Beteiligungen in diesem Jahr getestet werden, also ab Frühjahr 2022 unter anderem mit Pop-up-Radwegen, die für vier bis sechs Monate eingerichtet werden. Welche Maßnahmen dann dauerhaft umsetzbar sind, wird dann – auch mit Blick auf die Finanzlage – der Gemeinderat entscheiden. Englert: „Im Rahmen des Projektes Klima Mobil bietet sich die einmalige Chance mittels einer breit angelegten Öffentlichkeitsbeteiligung Maßnahmen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität zu entwickeln und umzusetzen.“

Im Bereich Archivplatz/Palmstraße will die Stadtverwaltung nun zunächst mit den Gewerbetreibenden, Anwohnern, Vereinen und Politikern diskutieren, wie die Aufenthaltsqualität im Sinne klimafreundlicher Mobilität optimiert werden kann. Zur Diskussion stehen Themen wie Stellplätze, die Erreichbarkeit der Innenstadt und die Förderung des Fuß- und Radverkehrs.

60 000 Euro Zuschuss für die Planung

Die Planung des Schorndorfer Projektbeitrags fördern Bundesumweltministerium und das Verkehrsministerium des Landes mit 60 000 Euro. Bereits im August 2020 hat die Stadt Schorndorf die Förderzusage erhalten. Daraufhin wurden Gespräche mit Innovations- und Planungsbüros geführt, die das Projekt beratend begleiten. Anfang dieser Woche beginnt die Umsetzung.

Diese umfasst im ersten Schritt eine Befragung der Gewerbetreibenden und daran anknüpfend Zielgruppengespräche mit Teilen der Stadtbevölkerung. Basierend auf diesen Ergebnissen sollen dann in einem nächsten Schritt Vorschläge für die Umgestaltung des Archivplatzes, der Archivstraße sowie der Johann-Philipp-Palm Straße erarbeitet werden. Ziel sei es, so berichtete Diana Gallego, die Stabsstellenleitung Klimaschutz und Mobilität im Schorndorfer Rathaus, von Frühjahr 2022 eine dieser Vorschlagsvarianten als Pop-up-Maßnahme real im Straßenraum zu erproben. Im zentral gelegenen Quartier in der Innenstadt soll es zudem eine Parkraumbewirtschaftung geben, darüber hinaus wird Straßenraum umgewidmet, ergänzt durch Verkehrsberuhigung und eine ansprechende Straßenraumgestaltung.

Die hierdurch gewonnenen Flächen sollen, das erläuterten die Projektbeteiligten, auch genutzt werden, um ein verkehrsberuhigtes Quartier mit geeigneten Flächen für Fuß- und Radverkehr zu schaffen. Weitere Mobilitätsangebote wie ein Rad- und ein Roller-Sharing würden am Schorndorfer Bahnhof geschaffen.




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