Schriftzug im Kreis Esslingen Geheimaktion in Hohengehren: Baltmannsweiler rätselt über Hollywood-Kopie
Ein Hollywood-ähnlicher Schriftzug sorgt in Hohengehren für Aufsehen. Die Urheber sind unbekannt. Was sagt Bürgermeister Schmid dazu?
Ein Hollywood-ähnlicher Schriftzug sorgt in Hohengehren für Aufsehen. Die Urheber sind unbekannt. Was sagt Bürgermeister Schmid dazu?
Ein gesundes Selbstbewusstsein scheint im Baltmannsweiler Stadtteil Hohengehren zu herrschen. Wie über der Filmfabrik Hollywood prangt dort seit Anfang April ein Schriftzug mit dem Namen des Stadtteils. Ob die Verkleinerung der Buchstabenhöhe dem Maßstab „Los Angeles zu Baltmannsweiler“ entspricht, ist noch ungeklärt. Ebenfalls unbekannt sind bislang der oder die für den Schriftzug Verantwortlichen, bestätigt Simon Schmid, Baltmannsweiler Bürgermeister. Nur eines scheint klar zu sein: dass nichts klar ist.
Aber schließlich wurde schon bei den antiken Griechen das Bewusstsein für das Nichtwissen als wertvoll angesehen. Und abgesehen von diesem philosophischen Exkurs macht es das Ganze doch einfach schön mysteriös. Vielleicht nicht die erste Eigenschaft, die man sonst mit dem Schurwald-Örtchen verbindet. Nur nachts bringt der Schriftzug etwas Licht ins Dunkel – wörtlich gemeint: Die Buchstaben leuchten, sobald die Sonne untergeht.
Schmid stuft die Aktion als „kreativen und sympathischen Aprilscherz und Ostergruß“ ein. Die Resonanz auf die identitätsstiftenden Lettern nahe der L 1150 sei in der Gemeinde positiv gewesen. Dies wirft natürlich die Frage auf: Darf der Schriftzug vielleicht sogar bleiben? „Er ist jetzt mal temporär da. Mal schauen, ob sich ein nachhaltiges Projekt daraus entwickelt“, sagt Schmid etwas kryptisch.
Wieder ein Geheimnis mehr. Auch bei dem Thema, ob der Schriftzug überhaupt so nah an der Straße stehen darf, ist der Bürgermeister nicht gewillt, den Schleier zu lüften: „Sollte der Schriftzug auf Dauer an dieser Stelle verbleiben, müssten sicherlich genehmigungsrechtliche Details mit dem zuständigen Regierungspräsidium geklärt werden.“ Also mit anderen Worten: vielleicht. Es bleibt spannend.
Miran Rebec, der das Bild unserer Zeitung zugesandt hat, mutmaßt, ob dies alles gar die Geburtsstunde einer neuen Filmmetropole auf dem Schurwald sein könnte.