Schüler-Interview mit VfB-Profi Holzhauser „Ab und zu darf es ein Hamburger sein“

Von Max Stumpf und Minh Le-Tuan 

Der VfB-Profi Raphael Holzhauser spricht mit den Schüler-Reportern über seine Entwicklung, seine Ernährung und über seine Tattoos. Max Stumpf und Minh Le-Tuan haben beide der StZ-Aktion „Schüler machen Zeitung“ teilgenommen.

Max Stumpf (links) und Minh Le-Tuan (zweiter von links)  interviewen Raphael Holzhauser. Zehn Schülerinnen und Schüler haben am Montag die Stuttgarter Zeitung gestaltet. Ihren Tag dokumentieren wir in einer Fotostrecke. Foto: Pressefoto Baumann 8 Bilder
Max Stumpf (links) und Minh Le-Tuan (zweiter von links) interviewen Raphael Holzhauser. Zehn Schülerinnen und Schüler haben am Montag die Stuttgarter Zeitung gestaltet. Ihren Tag dokumentieren wir in einer Fotostrecke. Foto: Pressefoto Baumann
Stuttgart – Wir treffen uns auf der Geschäftsstelle des VfB Stuttgart. Raphael Holzhauser erscheint gut gelaunt. Damit nimmt er uns die Nervosität – zumindest etwas. Das Gespräch beginnt.
Raphael, hat man als Fußballer eigentlich viel Freizeit?
Natürlich hat man da so seine Freiräume. Ein Tag unter der Woche sieht in der Regel so aus, dass ich um 9 Uhr zum Training komme und gegen 13 Uhr mit der Arbeit fertig bin. Bei zwei Trainingseinheiten geht es eben bis zum Abend. Aber ich denke, wenn man ein Profi sein will, muss man sich auch außerhalb dieser Zeiten entsprechend verhalten.


Was machst du da so?
Zunächst gerne einen Mittagschlaf. Danach treffe ich mich auch mal mit ein paar Freunden wie Manuel Janzer aus unserer zweiten Mannschaft. Wir haben immer Spaß miteinander.

Wie sieht es bei dir mit Feiern aus?
Nur wenn es einen Grund dafür gibt, wie zuletzt nach unserem Einzug ins Pokalfinale. Sonst freut man sich natürlich über jeden Sieg, aber dass wir dann jedes Mal auch gleich eine wilde Party machen, ist nicht der Fall.

Fühlst du dich jetzt als Profi irgendwie anders als zuvor?
Das ist wirklich ein ganz besonderes Gefühl. Zumal es schon immer mein Traum gewesen ist, vor so vielen Zuschauern in der Bundesliga spielen zu dürfen. Wenn ich ins Stadion einlaufe, kribbelt es bei mir jedes Mal.

Hat sich dadurch auch in deinem Leben außerhalb des Platzes etwas verändert?
Eigentlich nicht – außer dass ich inzwischen auf der Straße immer wieder erkannt werde. Aber das stört mich nicht – im Gegenteil.

Wie viele Tattoos hast du – und was bedeuten sie genau?
Auf dem Unterarm habe ich 26 Kugeln. Die 26 war auch meine Rückennummer bei meinem ersten Bundesligaspiel. Und auf dem Oberarm habe ich dann noch ein paar Schutzengel, die ich schon immer haben wollte. Sie stehen für Familie, Freunde und Glück – und damit für Dinge, die man im Leben unbedingt benötigt.