Aus einem Schülerfirma-Projekt wird am Feuerbacher Neuen Gymnasium Leibniz eine echte Genossenschaft, die auch nach dem Ende des Schuljahres weiterlebt.
Man kennt Schülerfirmen-Projekte zuhauf. Mit viel Elan gestartet, Eltern und Freunde zur Unterstützung akquiriert und dann plötzlich von der Bildfläche verschwunden, wenn das Schuljahr endet und den Firmengründern andere Dinge wichtiger werden.
Die Kursstufe K1 (11. und 12. Klasse) des Neuen Gymnasiums Leibniz in Feuerbach hat das Thema auf eine neue Ebene gehoben und mit ihrer Firma Futuration – ein Wortgebilde aus Future und Generation – eine Genossenschaft gegründet, die nun nach der Gründungsversammlung von der unterstützenden Volksbank Stuttgart offiziell eingetragen wird. In Zukunft kann diese Genossenschaft an dem Gymnasium dann vom jeweiligen Jahrgang der K1 geführt werden – ein nachhaltiges Konzept. Genauso nachhaltig wie das Angebot.
Der Vorstand wechselt, die Aufsichtsräte bleiben gleich
Derzeit gibt es den offiziellen Schülerpulli mit einem Löwen-Logo, welches aus den Buchstaben N, G und L gebildet wird und das Ergebnis eines internen Schulwettbewerbs ist. Nachhaltig, fair und lokal produziert. Heißt, der angebotene Schüler-Hoodie genauso wie die T-Shirts der Futuration-Offiziellen bestehen aus 80 Prozent Bio-Baumwolle und 20 Prozent recyceltem Polyester, produziert in Feuerbach bei 7Siebe, der Siebdruckwerkstatt der Caritas, in der einstige Drogenabhängige arbeiten.
„Mit diesem Projekt und dem ersten Produkt ist der Grundstein gelegt“, sagt Vorstand Nelly Hirschmüller (17 Jahre) und ihr gleichberechtigter Vorstandskollege Felix Riethmüller (16) ergänzt: „Wir übergeben die Genossenschaft zum neuen Schuljahr an neue Vorstände, die selbstverständlich auch die Produktpalette ändern oder vergrößern können.“ Nur die Aufsichtsräte bleiben gleich und kommen aus der Lehrerschaft.
Genossenschaftsanteile gibt es für 10 Euro das Stück
Futuration richtet sich aber auch an andere Schulen und Vereine, die Pullis oder T-Shirts brauchen und Wert auf faire Produktion und Nachhaltigkeit legen.
Die Genossenschaftsanteile werden für einen Stückpreis von 10 Euro verkauft. Knapp 100 sind bereits unters Volk gebracht. Zukünftige Ausschüttungen sind angedacht, doch unterliegen der Satzung – in der verzeichnet ist, dass Gewinne nur durch Methoden des nachhaltigen Wirtschaftens angehäuft werden dürfen.
Weitere Informationen gibt es unter: www.futuration-feuerbach.de.