In ihrem Freiwilligendienst in Sambia erwarten Lara Hopf (19) aus Kornwestheim spannende Aufgaben. Doch vorher muss sie eine Herausforderung meistern.

Ludwigsburg: Anne Rheingans (afu)

Zebras, Antilopen und Nashörner nicht nur im Zoo, sondern in freier Wildbahn in Afrika beobachten: Dieser Traum erfüllt sich Lara Hopf aus Kornwestheim vom kommenden Sommer an. Nach ihrem Abitur leistet die 19-Jährige einen freiwilligen Lerndienst in Sambia. Doch bevor sie dorthin fliegen kann, muss die junge Frau eine Herausforderung meistern.

 

Vor etwa fünf Jahren wurde ihre Neugier für das südliche Afrika geweckt. „In der 8. Klasse habe ich Referate zu diesen Ländern gehalten und mich angefangen, dafür zu interessieren“, sagt die Kornwestheimerin. Seither besteht der Wunsch, gerne einmal längere Zeit in Afrika zu verbringen. „Bisher war ich aber noch nie so weit weg von Zuhause“, sagt sie.

Im Regenwald und im Nationalpark unterwegs

Um diesen Plan nach dem Schulabschluss in die Tat umzusetzen, informierte sich Lara Hopf im vergangenen Jahr über Freiwilligenprojekte, bewarb sich beim Weltwärts-Programm der gemeinnützigen Organisation KulturLife und wurde ausgewählt. Zwölf Monate lang darf sie mit anderen Ehrenamtlichen in den Bereichen Naturschutz und Umweltbildung in Sambia im südlichen Binnenland Afrikas mitarbeiten.

In Livingstone, nahe der bekannten Victoria-Wasserfälle, wird die junge Kornwestheimerin ein Jahr verbringen. Dort wird sie beim Aufforsten des Regenwaldes helfen und unter anderem invasive Pflanzenarten entfernen. Im kleinen Nationalpark Mosi-oa-tunia soll sie Führungen für Besucher anbieten, Müll sammeln, Wege instandhalten und Wildtiere zählen. Außerdem ist vorgesehen, dass Lara Hopf an Schulen Workshops zur Umweltbildung abhält.

Leben und arbeiten wird die Schülerin nahe der bekannten Victoria-Fälle. Foto: dpa (Archiv)

Die Schülerin freut sich darauf, bald beeindruckende Wildtiere in deren Heimat zu beobachten, neue Leute kennenzulernen und intensive Einblicke in eine andere Lebenswelt zu bekommen. „Mich reizt aber vor allem die dortige Natur“, sagt sie. Mit großer Vorfreude denkt sie an die Tier- und Pflanzenforschung, die sie dort betreiben kann. Auch im Anschluss an das Projekt möchte sie beruflich in Richtung Forstwirtschaft oder Veterinärmedizin gehen. „Noch bin ich mir nicht ganz im Klaren darüber, was genau ich studieren möchte“, erklärt sie.

Mit der Geige sammelt sie Geld

Los geht es für die 19-Jährige im August. Bis dahin hat sie allerdings nicht nur ein Vorbereitungsseminar zu meistern, sondern auch eine große Aufgabe: Mindestens 4200 Euro an Spenden muss die Teilnehmerin für das Projekt in den kommenden Monaten sammeln. Damit soll der Teil finanziert werden, der nicht mit Mitteln der Bundeszentrale für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert wird. Denn die Freiwilligen erhalten zwar kein Gehalt für ihre Arbeit. Unterkunft, Flug und ähnliche Unkosten sollen sie allerdings nicht selbst tragen müssen.

Auf dem Weihnachtsmarkt hat die Schülerin bereits Geige gespielt und um Spenden gebeten. Ein Viertel der benötigten Summe hat sie inzwischen zusammen. Für den restlichen Betrag ist sie noch auf Hilfe angewiesen. In dem Café „Die andere Kaffeebar“ in Markgröningen gibt die 19-Jährige am Freitag, 30. Januar, um 19 Uhr ein weiteres Geigenkonzert, um Geld zu sammeln. Spenden nimmt die Organisation auch per Überweisung (Verwendungszweck: „Spenderkreis 2026/34162“) entgegen. Weitere Informationen dazu gibt es unter https://kultur-life.de/spenden.