Schulbeginn in Baden-Württemberg Verkehrsminister rät zum Verzicht aufs Auto

Von red/dpa/lsw 

An diesem Montag beginnt für rund 1,5 Millionen Kinder das neue Schuljahr. „Kinder sollten zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule kommen“, sagt Verkehrsminister Winfried Hermann vor Beginn.

Kinder sollten zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule kommen, findet Verkehrsminister Hermann. Foto: dpa
Kinder sollten zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule kommen, findet Verkehrsminister Hermann. Foto: dpa

Stuttgart - Vor dem Start ins neue Schuljahr rät Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) zum Verzicht auf Autofahrten. Die Fahrten mit dem „Elterntaxi“ seien wegen der vielen Fahrzeuge an den Schulen ein Problem, erklärte der Grünen-Politiker einer am Sonntag veröffentlichten Mitteilung seines Ministeriums zufolge. „Kinder sollten zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule kommen“, sagte Hermann. Das fördere die Gesundheit, die eigenständige Mobilität der Schüler und helfe ihnen, als aktive Teilnehmer die Verkehrsregeln zu verinnerlichen. An diesem Montag beginnt für rund 1,5 Millionen Kinder das neue Schuljahr.

Auch wenn es nicht ohne Auto geht, meint Hermann, sollten Kinder wenigstens einen Teil des Weges zu Fuß gehen. Und noch zwei Ratschläge des Politikers: Eltern sollten in den ersten beiden Wochen mit ihren Kindern den sichersten Schulweg gehen; zudem sollten Schüler auf dem Rad Helme sowie helle und reflektierende Kleidung tragen, damit sie besser zu sehen sind. Auch Autofahrer mahnte der Minister nach dem Ende der Sommerferien zu besonderer Vorsicht.

Noch 700 Lehrerstellen in Baden-Württemberg unbesetzt

Besorgt äußerte sich zum Schulstart der Verband Bildung und Erziehung (VBE) wegen des Lehrermangels im Land. Schon die erste Grippewelle unter den Lehrern werde zu einem massiven Unterrichtsausfall führen, meinte der VBE-Landesvorsitzende Gerhard Brand.

Vor dem Schulstart hatte die grün-schwarze Landesregierung mitgeteilt, dass noch rund 700 Lehrerstellen in Baden-Württemberg unbesetzt seien. Besonders Grundschulen im ländlichen Raum seien betroffen. Auch an den Haupt- und Werkrealschulen sowie an den Realschulen gebe es einige unbesetzte Stellen. Das reguläre Einstellungsverfahren läuft aber noch bis Ende September.