Internetvideo geht viral Justizminister Guido Wolf rockt Biberacher Gymnasium

Von Christiane Rebhan 

Minister Guido Wolf war an einer Schule zu Besuch, um über die Europäische Union zu reden. Danach legte er auf der Bühne der Aula ein Solo am Xylofon hin. Die Schüler waren begeistert.

Justizminister Guido Wolf hat Rhythmus im Blut, wie hier bei einem Tänzchen auf der Tourismusmesse in Stuttgart 2019. Foto: Lichtgut//Leif Piechowski
Justizminister Guido Wolf hat Rhythmus im Blut, wie hier bei einem Tänzchen auf der Tourismusmesse in Stuttgart 2019. Foto: Lichtgut//Leif Piechowski

Biberach - Können Politiker rocken? In den meisten Fällen treten die Vertreter des Landes eher zurückhaltend bis steif auf. Das gebietet nicht selten die Würde ihrer Ämter. Dass man aber auch richtig einen losmachen kann, hat Justizminister Guido Wolf am Donnerstag im Wieland-Gymnasium in Biberach unter Beweis gestellt.

Dort war Wolf zu Gast, um einen Vortrag zu halten. Die Schule ist als Botschafterschule des Europäischen Parlaments zertifiziert, da das Thema Europa dort auch außerhalb des Lehrplans ausführlich behandelt wird. Wolf sprach in seiner Funktion als Europaminister zu „Baden-Württemberg in Europa – Herausforderungen für eine zukunftsorientierte Politik“. Etwa hundert Schüler waren in die Aula gekommen.

Ein Minister mit flinken Händen

Nach dem Vortrag und einer anschließenden Fragerunde kam Wolfs großer Auftritt: Begleitet von einem Schüler am Schlagzeug ging er auf die Bühne, nahm die Schlägel in die Hand, trat ans Xylofon und legte los: In einem Affentempo klopfte Guido Wolf auf das Instrument ein, er hatte sich das Stück „Erinnerungen an Zirkus Renz“ des Komponisten Gustav Peter ausgesucht. Der junge Schlagzeuger Marten-Luk Gester im Hintergrund kam kaum hinterher, so flink waren die Ministerhände.

Auf die Idee, den Minister um eine Musikeinlage zu bitten, war Musiklehrerin Marion Weigele gekommen. Sie wusste, dass Wolf bereits als Kind gelernt hatte, das Xylofon zu spielen. Zunächst zögerte der Landesvertreter noch, da sein Instrument wohl schon einige Jahre zu Hause Staub ansetzt. Doch der Mut wurde belohnt. Als Wolf den Schlusston gespielt hatte, gab es lauten Applaus der Gymnasiasten.