Schule in Echterdingen Die Essensmarken haben ausgedient

Rektor Wolfgang Krause (links) und Bürgermeister Carl-Gustav Kalbfell (rechts) freuen sich über das moderne Bestell- und Bezahlsystem. Foto: Pauline Strempel
Rektor Wolfgang Krause (links) und Bürgermeister Carl-Gustav Kalbfell (rechts) freuen sich über das moderne Bestell- und Bezahlsystem. Foto: Pauline Strempel

Am Philipp-Matthäus-Hahn-Gymnasium in Leinfelden-Echterdingen wird das Mensa-Essen nun per App bestellt und mit einem elektronischen Chip bezahlt.

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Echterdingen - Auf der Website des Philipp-Matthäus-Hahn-Gymnasiums steht es noch: „Die Essensmarken werden von Schülern am Kochtag in der ersten großen Pause im Aufenthaltsraum verkauft“. Damit ist nun Schluss. Seit Juni 2021 wird das Mittagsessen über ein elektronisches Bestell- und Bezahlsystem abgerechnet.

Circa 350 Schülerinnen, Schüler und Lehrende essen in Nicht-Corona-Zeiten in der Kantine. Sie werden von einem ehrenamtlichen Kochteam versorgt. Die etwa 170 Eltern sind in zwölf Kochgruppen eingeteilt und kochen einmal pro Monat. „Als Eltern haben wir ein anderes Verhältnis zu den Schülern und Schülerinnen. Vor uns steht eine lange Schlange, man sieht den einen oder anderen, wir kommen miteinander ins Gespräch“, erzählt Susanne Redlich, Projektleiterin des elektronischen Bezahlsystems. Die Initiative fördere das soziale Miteinander, für viele Eltern habe die Schule eine große Bedeutung.

Das System i-NET Menue kostete die Schule 13 000 Euro

Ursprünglich konnten am Essenstag Marken gekauft werden, sodass den Mädchen und Jungen oftmals eine Pause fehlte. Für die Marken hätten sie teils lange anstehen und Bargeld dabei haben müssen. Jeden Nachmittag habe ein Beutel Bargeld zur Bank gebracht werden müssen. Vor zwei Jahren ist der neu gewählte Vorstand des Kochteams angetreten, mit dem Ziel, ein elektronisches Bezahlsystem einzuführen.

Ein Dreivierteljahr habe die technische Umsetzung gedauert. Vor Weihnachten wurde das System „i-NET Menue“ der Firma Schwarz Computer Systeme GmbH geliefert. „Einen Tag konnten wir es laufen lassen und dann musste die Schule wegen Corona dichtgemacht werden“, sagt der Schulleiter Wolfgang Krause. Auf dem Chip, mit dem seit Juni bezahlt werden kann, ist das Logo der Echterdinger Bank, einer der zwei Sponsoren des Projekts. Kostenpunkt insgesamt: 13 000 Euro. Bank und Stadt haben sich jeweils mit 6500 Euro beteiligt.

Eine Erleichterung für alle am Philipp-Matthäus-Hahn-Gymnasium

Bis 9.30 Uhr am selben Tag können Schülerinnen und Schüler über die i-NET-Menue-App oder die Website von I-NET Menue das Essen bestellen. „So können wir besser planen, wie viele vegetarische und nicht-vegetarische Gerichte zubereitet werden müssen“, sagt Redlich. In der Kantine legen die Jugendlichen ihren Chip auf eines der zwei Scansysteme. Zudem wurden eine stabile Internetleitung verlegt und zwei Monitore installiert. Vergesse jemand seinen Chip, könne das Essen auf das Konto desjenigen zugebucht werden, sofern er oder sie Guthaben habe. Eltern können das Guthaben im Vorfeld auf ein Treuhandkonto überweisen.

Redlich resümiert: „Das System ist für alle eine große Erleichterung“. Bürgermeister Carl-Gustav Kalbfell habe von einer befreundeten Familie gehört: „Jetzt weiß ich auch, dass mein Sohn wirklich in der Kantine war!“ Digital können Eltern nämlich einsehen, ob das Essen abgeholt wurde. Außerdem könne auf Knopfdruck ausgewertet werden, wie viele Essen in den letzten Wochen bestellt wurden. Die Schülerinnen und Schüler hätten sich schnell auf das neue System einstellen können. Rektor Krause zeigt sich erfreut: „Ich dachte, die Umstellung wird kompliziert. Aber das war überhaupt nicht der Fall“




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