Schulen in Baden-Württemberg Eisenmann will Vollverschleierung verbieten

Von red/dpa/lsw 

Die baden-württembergische Kultusministerin will das Schulgesetz ändern – um die Vollverschleierung an Schulen im Land verbieten zu können. Denn: Eine Gerichtsentscheidung aus Hamburg zeigt, für ein Verbot braucht es eine gesetzliche Grundlage.

Susanne Eisenmann duldet keine Vollverschleierung an Schulen im Land. Foto: dpa/Evert-Jan Daniels
Susanne Eisenmann duldet keine Vollverschleierung an Schulen im Land. Foto: dpa/Evert-Jan Daniels

Stuttgart - Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) will die Vollverschleierung an Schulen im Land verbieten lassen. Eine aktuelle Gerichtsentscheidung aus Hamburg dazu mache deutlich, dass man aus Gründen der Rechtssicherheit für ein Verbot eine gesetzliche Grundlage benötige. „Aus diesem Grund wollen wir zügig unser Schulgesetz anpassen“, sagte die Ministerin der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

„Auch die Religionsfreiheit hat ihre Grenzen - und zwar an unseren Schulen ganz konkret, wenn sich Lehrkräfte und Schülerinnen im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr ins Gesicht schauen können. Wir dulden keine Vollverschleierung an unseren Schulen“, sagte Eisenmann. Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht hatte zuvor das Tragen eines Gesichtsschleiers in der Schule gestattet.