Schulfußball-Turnier in Fellbach Seriensiegerinnen und sehenswerte Spielzüge

Schlussbild im Soccer-Olymp: Zur Siegerehrung kommen alle zum Fototermin. Foto: Dominique Wehrle 19 Bilder
Schlussbild im Soccer-Olymp: Zur Siegerehrung kommen alle zum Fototermin. Foto: Dominique Wehrle

Drei Mädchen der Hermann-Hesse-Realschule feiern beim sechsten Auftritt ihren sechsten Erfolg und haben damit Anteil an den 460 Toren, die von den insgesamt 23 Teams beim Schulfußball-Turnier der Fellbacher Zeitung erzielt werden.

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Fellbach - Die letzten schulischen Prüfungen liegen schon eine Weile zurück für Pia Oker sowie die Zwillinge Laura und Vanessa Altmann. Ende April hatten die Zehntklässlerinnen an der Hermann-Hesse-Realschule die letzten Tests abgelegt. Einen Termin wollten sie sich aber trotz der mittlerweile schulfreien Zeit auf keinen Fall entgehen lassen: „Pokal total“, das Schulfußball-Turnier der Fellbacher Zeitung. Bereits zum sechsten Mal schnürte das Trio am Freitag die Fußballschuhe und hat damit keine Auflage verpasst, seit es in der fünften Klasse zum ersten Mal antreten durfte. Doch nicht nur das – nach dem 6:2-Sieg im Mädchen-Endspiel der Mittelstufe (Klassen 8 bis 10) gegen die Auberlen-Realschule jubelten die drei Spielerinnen im Schmidener Soccer-Olymp über ihren sechsten Gesamterfolg. „Es ist schon cool, jedes Mal zu gewinnen“, sagte Laura Altmann, die wie ihre Schwester bei der SV Winnenden spielt und nun gemeinsam mit Pia Oker vom VfL Sindelfingen eine perfekte „Pokal-total“-Bilanz vorweisen kann. In der Unterstufe (Klassen 5 bis 7) freute sich bei den Mädchen das Team des Gustav-Stresemann-Gymnasiums (GSG) über den Titel, bei den Jungs die Mannschaft der Zeppelinschule. Den Gesamtsieg in der Mittelstufe der Jungs sicherte sich die fußballerische Auswahl des GSG.

Unter den sieben Mannschaften in der Unterstufe der Jungs mischten auch die Wichernschüler mit

Insgesamt wuselten am Freitag rund 250 Sportler, aufgeteilt in 23 Teams von sieben weiterführenden Schulen in Fellbach, zwischen und auf den vier Kunstrasenplätzen. Dabei boten sie in den jeweils 15-minütigen Partien zahlreiche sehenswerte Spielzüge. „Das Niveau ist mittlerweile sehr hochklassig“, sagte Jochen Schick, der an der Hermann-Hesse-Realschule unterrichtet und während der Begegnungen seiner Teams häufig nervös hin und her lief. „Mir fällt es schwer, nur draußen zu stehen“, sagte er und lachte. Besonders angespannt war er im Halbfinale der Unterstufen-Jungs gegen die Albert-Schweitzer-Schule, das nach mehr als jeweils zehn Versuchen der Torwart Paul Oker mit seinem Treffer zum 11:10 für die Hermann-Hesse-Realschüler entschied. Unter den sieben Mannschaften in der Unterstufe der Jungs mischten auch die Wichernschüler mit. Die körperlich schwächste Auswahl um ihren Kleinsten Salvatore Noce musste sich in drei Begegnungen mit zwei Toren und ohne einen Punkt begnügen. „Es hat trotzdem Spaß gemacht, dabei zu sein“, sagte der Lehrer Sören Unden. Zum Schluss freuten sich in dieser Altersklasse die Jungs der Zeppelinschule um den 22-fachen Torschützen Pasquale Siena, die im Endspiel die Hermann-Hesse-Realschüler mit 9:3 bezwangen.

Der höchste Sieg gelang den jungen Mädchen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums

Zu den Besonderheiten von „Pokal total“ zählt auch, dass der Ball das von Banden und Netzen eingeschlossene Feld nie verlässt. Vielmehr prallt er mal gewollt, mal eher zufällig immer wieder direkt vor das Tor. „Es ist schon manchmal verwirrend, wenn der Ball von hinten zurückkommt“, sagte Alessio Pirrello, der für gewöhnlich mit den B-Junioren des TV Oeffingen aufläuft. Am Freitag bewachte er jedoch in der Mittelstufe das Tor für das Gustav-Stresemann-Gymnasium und musste bis zum Titelgewinn – im Finale setzte er sich mit seiner Mannschaft gegen die Auberlen-Realschüler mit 3:1 durch – in sechs Spielen lediglich sechs Gegentreffer hinnehmen.

Alles in allem waren wenige Tore aber die Ausnahme. Der höchste Sieg gelang den jungen Mädchen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums, die ihre Konkurrentinnen der Hermann-Hesse-Realschule mit 16:0 bezwangen. 460-mal griffen die acht Unparteiischen der Schiedsrichtergruppe Waiblingen insgesamt zu Stift und Notizblock, um Treffer zu notieren. Für 22 dieser Erfolgserlebnisse zeichnete dabei Lucy Claar verantwortlich. Zusammen mit ihren Teamgefährtinnen des Gustav-Stresemann-Gymnasiums überzeugte sie aber auch mit tollen Spielzügen, so dass die Auswahl ihre vier Gruppenspiele in der Unterstufe allesamt deutlich für sich entschied, ehe sie sich im Finale mit 6:2 gegen die Albert-Schweitzer-Schule durchsetzte.

Damit darf sich die Fußballbegeisterte ebenso wie ihre Mitstreiterinnen sowie die Sieger der drei anderen Wettbewerbe auf ein weiteres sportliches Spektakel freuen. Schließlich geht es für alle Gewinner des 17. Schulfußball-Turniers der Fellbacher Zeitung im Herbst zu einem Heimspiel des Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart. So wirkt die Schulzeit trotz längst absolvierter Prüfungen auch bei den nunmehr sechsfachen Siegerinnen Pia Oker sowie Laura und Vanessa Altmann noch länger nach.




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