Schulleiterwechsel in Sielmingen Die Türen sollen offen bleiben

Betina Benzler übernimmt die Leitung der Pestalozzi-Schule. Foto: Caroline Holowiecki

Betina Benzler ist die neue Rektorin der Pestalozzischule in Sielmingen. Nach dem Ausscheiden von Martin Pelz ist die bisherige Konrektorin in die erste Reihe gerückt.

An diesem Morgen ist Betina Benzler erstmals an ihre Arbeitsstätte gekommen und in ein anderes Zimmer abgebogen. Ihr neues Büro ist frei. „Es war schon anders. Spannend“, sagt sie und schaut in die weißen leeren Schränke an der Wand. Betina Benzler ist die neue Rektorin der Pestalozzischule in Sielmingen. Nach elf Jahren in diesem Job hat sich vor den Sommerferien Martin Pelz aus dem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt Lernen in den Ruhestand verabschiedet. Betina Benzler war seine Stellvertreterin gewesen. Nun ist die bisherige Konrektorin in die erste Reihe gerückt – und damit zwei Zimmer weiter.

 

Der Karriereschritt kam für die Sonderpädagogin unverhofft. Als sie im Februar 2021 von der Anne-Frank-Schule in Wendlingen nach Sielmingen gewechselt sei, habe das nicht im Raum gestanden. „Ich habe mich aufs Konrektorat konzentriert, mir war nicht bewusst gewesen, dass Herr Pelz nach zweieinhalb Jahren in den Ruhestand geht“, sagt sie. Entsprechend lang habe sie überlegt, sich dann aber bewusst für die Bewerbung entschieden. „Ich bin gern an der Schule, sie hat viel Potenzial. Die Arbeitsatmosphäre ist hervorragend“, erklärt sie. Die Zusammenarbeit mit dem Kollegium, mit dem Staatlichen Schulamt Nürtingen als Schulträger und mit der Stadt Filderstadt, die fürs Gebäude zuständig ist, sei konstruktiv. An der Pestalozzischule lernen etwa 65 bis 70 Kinder aus Filderstadt, Neuhausen und Wolfschlugen von der ersten bis zur neunten Klasse. „Das Spannende sind die vielen Kooperationen“, sagt Betina Benzler, ob mit der Musik- und der Kunstschule, mit Vereinen, der Schulsozialarbeit oder anderen Akteuren. „Das macht auch Spaß.“

Benzler betont, dass sie eine gut bestellte Schule übernimmt. Die Digitalisierung etwa habe ihr Vorgänger intensiv vorangetrieben. Manches aber will die neue Schulleiterin, die mit ihrem Mann und den beiden 18- und 19-jährigen Kindern in Köngen lebt, selbst anschieben. Eines ihrer Ziele: die Frühförderungen sichtbarer machen und dafür den Kontakt zu Kindergärten intensivieren. „Das Wichtigste ist, dass unsere Schüler gut aufs Leben vorbereitet werden.“ Alles andere im Job als Rektorin werde sich schon finden. „Man wächst mit den Aufgaben“, sagt Benzler. Die Sommerferien will sie nutzen, um sich in aller Ruhe im neuen Büro einzurichten.

Noch schaut der blaue Schreibtisch jungfräulich aus, die schwarzen Ablagen auf dem Regal daneben sind weitgehend leer. „Das wird sich schnell füllen“, sagt Betina Benzler lachend. Geblieben sind drei Grünpflanzen des Vorgängers. Sie dürfen weiterhin auf dem Fensterbrett wohnen. „Ich bringe vielleicht noch die eine oder andere mit“, sagt sie. Eines nur, das weiß sie jetzt schon, soll bleiben wie immer – die offenen Türen zwischen Rektorat, Sekretariat, Konrektorat und Lehrerzimmer. „Das will ich auf jeden Fall beibehalten.“

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