Mehr als 20 Millionen Euro sollen die Erweiterung und Ertüchtigung der Pfingstweideschule in Kemnat kosten. Der Umbau ist nötig, um in dem Schulgebäude aus dem Jahr 1965 den Ganztagsbetrieb möglich zu machen. Damit der Unterricht trotz des Umbaus möglichst reibungslos stattfinden kann, hat der Ausschuss für Technik und Umwelt Ostfilderns in seiner jüngsten Sitzung im Stadthaus nun beschlossen, während der Bauzeit Miet-Container anzuschaffen. Um einen möglichst ungestörten Schulalltag zu ermöglichen, lernen die Schülerinnen und Schüler dann in gut ausgestatteten Containern. Das Projekt wird indessen deutlich teurer als zunächst geplant. Bei der ersten Kostenschätzung vor zwei Jahren waren die städtischen Planer von einem sechs Millionen Euro niedrigeren Kostenrahmen ausgegangen. Dennoch lässt sich die Schulsanierung in dem Ostfilderner Stadtteil mit rund 5000 Einwohnern nicht auf die lange Bank schieben. Denn um die pädagogischen Konzepte der Ganztagsschule umzusetzen, reichen die Räume im bisherigen Schulgebäude nicht mehr aus. Außerdem wird eine Mensa für die Grundschulkinder gebraucht. Dieser Neubau soll im westlichen Teil des Schulgeländes entstehen.
Die Pfingstweideschule wurde ursprünglich als Grund- und Hauptschule erbaut. Später wurde sie zur reinen Grundschule für den Ostfilderner Stadtteil. Die weiterführenden Schulen hat die Stadt auf dem Nellinger Campus konzentriert. Die Pfingstweideschule wird derzeit von etwa 220 Schülerinnen und Schülern besucht. Ziel des Bauprojekts ist es, die Schule zu einer modernen, dreizügigen Grundschule mit Ganztagsbetreuung auszubauen. Der Umbau erfolgt in mehreren Abschnitten: Während der ersten Bauphase wird die Mensa errichtet und das Nebengebäude generalsaniert. Die Containeranlage dient in dieser Zeit als Ersatz für acht Klassenzimmer und Horträume.
Den Zuschlag für die Arbeiten erhielt die Firma Boels Rental Germany aus Mainz mit einem Angebot von 237 693,12 Euro. Die zweigeschossige Containeranlage soll auf dem oberen Schulhof der Grundschule errichtet werden. Die provisorischen Klassenzimmer bleiben voraussichtlich 25 Monate stehen. Der Aufbau ist während der Osterferien 2025 geplant, die Nutzung bis Ende der Pfingstferien 2027 vorgesehen.