Schulschließungen wegen Coronavirus Städtetag rechnet mit Problemen bei Notfallbetreuung

Von red/AFP 

Angesichts der fast flächendeckenden Schließung von Schulen und Kitas in Deutschland rechnet der Deutsche Städtetag anfangs noch mit Problemen bei der Notbetreuung.

Die Schulen bleiben wegen der Corona-Krise geschlossen. Foto: dpa/Alessandro Crinari
Die Schulen bleiben wegen der Corona-Krise geschlossen. Foto: dpa/Alessandro Crinari

Berlin - Angesichts der fast flächendeckenden Schließung von Schulen und Kitas in Deutschland rechnet der Deutsche Städtetag anfangs noch mit Problemen bei der Notbetreuung. „In den ersten Tagen wird es hier sicher noch ruckeln“, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der „Saarbrücker Zeitung“ vom Montag. Gleichwohl sei die Entscheidung richtig, „jetzt schnell Schulen und Kitas zu schließen“; bei Problemen seien „pragmatische Lösungen“ gefragt.

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„Die Notbetreuung rasch zu organisieren, ist zwar nicht einfach, aber wir werden das hinbekommen“, äußerte sich Dedy grundsätzlich optimistisch. Erforderlich seien jetzt Bescheinigungen der Arbeitgeber für bestimmte Berufsgruppen, „dass Eltern am Arbeitsplatz unbedingt gebraucht werden“. Die Städte würden dann für deren Kinder „eine funktionierende Notbetreuung realisieren“.

Umstellung für viele Eltern „nicht ganz ohne Reibungen“

Dedy räumte ein, dass die Umstellung für viele Eltern „nicht ganz ohne Reibungen“ ablaufen werde. „Für die Eltern ist es oft schwierig, Betreuung kurzfristig selbst organisieren zu müssen“, sagte der Städtetags-Hauptgeschäftsführer. „Helfen müssen ihnen dabei besonders die Arbeitgeber“, die jetzt „wo immer möglich, flexibel reagieren“ sollten. So sollten die Arbeitgeber zum Beispiel mehr Arbeit von zu Hause ermöglichen oder Überstundenausgleich gewähren. Pragmatisches Handeln sei auch in den Verwaltungen gefragt.

„Oberstes Ziel ist, gerade ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen jetzt vor der Infektion zu schützen“, rechtfertigte Dedy die Schließung von Schulen und Kindern, die in allen Bundesländern an diesem Montag oder im Laufe der Woche wirksam wird. „Dafür brauchen wir viel Solidarität in unserer Gesellschaft.“ Konflikte, die wegen der fehlenden Betreuung von Kindern entstehen, „müssen wir miteinander lösen“.




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