Kreis Böblingen - Eine unaufgeregte Stimmung herrscht in der Holzgerlinger Otto-Rommel-Realschule. „Unproblematisch“ lautet die Antwort von Rektor Christian Metzger auf die Frage wie der Schulauftakt gelaufen ist. „Wir sind gut vorbereitet und fühlen uns auch gut informiert“, berichtet er. Die Kinder, sagt er, nehmen das Testen „recht entspannt“ hin, eine gewisse Routine habe sich mittlerweile eingestellt.
Ein Schnelltest war am Montag in der 720-köpfigen Schulgemeinde positiv. Falls sich bei dem Schüler eine Infektion bewahrheiten sollte, sei man darauf vorbereitet, erzählt Christian Metzger. Die Schüler der betroffenen Klasse dürfen dann keinen Kontakt mehr mit anderen Schülern haben. Das sei unproblematisch, auch in Fächern wie Sport und Religion, in denen normalerweise Klassen gemischt unterrichtet werden, könne dies organisiert werden.
Keine Aufregung beim Thema Maskentragen
Keine Aufregung herrscht laut dem Schulleiter auch beim Thema Maske tragen. „Die Kinder nehmen das an“, sagt Christian Metzger – auch wenn im Unterricht den ganzen Tag Mund und Nase bedeckt sein müssen. Er plädiert dafür, die Coronaeinschränkungen gelassen zu sehen. Diese seien gerade notwendig um erneute Schulschließungen zu verhindern. „Dafür“, betont er, „sind eben einige Regeln notwendig.“ Dass an seiner Schule alles so reibungslos funktioniert, führt Christian Metzger darauf zurück, dass die Regeln immer offen und rechtzeitig kommuniziert werden. Auch die Eltern seien „sehr unterstützend“. Ebenfalls Lob vom Schulleiter gibt es für die Schülerschaft. Christian Metzger findet es „toll“ wie diese mit der Situation umgehen.
Engmaschige Kontrolle: Drei Tests pro Woche ab sofort
Ausnahmen gebe es allerdings immer, weiß sein Kollege Christoph Nau in Ehningen. Das liege aber meist am Elternhaus, wenn in Einzelfällen die Maske von Grundschülern nicht getragen werde. Doch selbst in der Mensa, wo die Maske naturgemäß fallen muss, werde von der großen Mehrheit konsequent in den konstanten Gruppen der Klassengemeinschaft gegessen, um eine Ansteckung zu verhindern.
Die ersten Tests nach Schulbeginn geben auch an der Friedrich-Kammerer-Gemeinschaftsschule in Ehningen Entwarnung. So gab es am Montag laut Schulleiter Christoph Nau bei immerhin 670 Tests keinen einzigen positiven. „Eine Gruppe von Schülern, die gemeinsam zeltete und Krankheitssymptome hatte, hat sich sogar vorsorglich vorher testen lassen und ist nach den positiven Tests zu Hause geblieben“, freut sich der Schulleiter über das „vorbildliche Verhalten“. Trotz großem Aufwand wird in Ehningen bereits in dieser Woche dreimal getestet. Das Kultusministerium schreibt dies erst ab dem 27 September vor. „Wir wollen ab sofort ein möglichst engmaschiges Testnetz, um den regulären Präsenzunterricht zu sichern“, begründet der Schulleiter Nau den Mehreinsatz.
Testen müssen sich nur ungeimpfte Schüler
Drei Coronaschnelltests pro Woche – das gilt auch für die 550 Schüler des Böblinger Otto-Hahn-Gymnasiums. Beim Schulauftakt am Montag sei kein einziger positiv gewesen, freut sich die Schulleiterin Stefanie Bermanseder. „Aber das hatten wir so auch erwartet.“ Hatte die Schule doch schon vor den großen Ferien Schnellestes an alle Schüler verteilt. „Diese Tests haben die Kinder dann am Sonntag bereits zuhause gemacht“, erklärt die Rektorin. So konnte man ausschließen, dass Infizierte überhaupt zur Schule kommen. Am Dienstag dann ein kleiner Schreck: Ein Schnelltest war positiv. „Aber falsch positiv“, betont Bermanseder. Das habe der anschließende PCR-Test gezeigt. Testen müssen sich nur die ungeimpften Schüler. Doch das führe zu keinen Problemen, betont die Rektorin. Lediglich organisatorische Herausforderungen gebe es in den Abitur-Jahrgangsstufen. Denn dort seien zwei Drittel der Gymnasiasten bereits geimpft. „Für die anderen müssen wir die Tests irgendwie in den Unterricht einschieben.“
Alle sind froh, dass sie wieder kommen dürfen
„Die Stimmung an der Schule ist gut“, sagt Bermanseder. „Alle sind froh, dass sie wieder kommen dürfen.“ Sie hofft sehr, dass das auch so bleibt. Deshalb sei auch die Maskenpflicht kein Diskussionsthema „Ja, das permanente Maskentragen ist lästig – für Schüler wie Lehrer, aber wir nehmen es in Kauf für einen fast normalen Unterricht“, sagt die Rektorin. Dabei zögen alle mit: Lehrer, Schüler und Eltern.