Schultüte zur Einschulung Woher kommt der Brauch eigentlich?

Von the/dpa 

Ein ABC-Schütze ohne Schultüte? Geht nicht. Aber in vielen anderen Ländern ist der Brauch völlig unbekannt. Woher stammt die Tradition?

Die Schultüte gehört zum ersten Schultag einfach dazu. Foto: dpa
Die Schultüte gehört zum ersten Schultag einfach dazu. Foto: dpa

Stuttgart - Viele ABC-Schützen in Baden-Württemberg fiebern dieser Tage ihrer Einschulung entgegen. Ein Höhepunkt des ersten Schultags: Die Schultüte.

Lesen Sie auch: Der Hype um die Einschulung

Schultüten gibt es in Deutschland schon seit etwa 200 Jahren. Zuerst sollen solche Tüten Erstklässlern in Sachsen und Thüringen den Gang zur Schule versüßt haben. Von dort aus verbreiteten sie sich im ganzen deutschsprachigen Gebiet.

Früher enthielten die Zuckertüten - wie sie in manchen Teilen Deutschlands immer noch genannt werden - Marzipan und Konfekt. Zumindest, wenn die Eltern der Kinder genug Geld hatten.

Früher war die Füllung eher reduziert

Wenn nicht, bekamen die Kinder meist Tüten mit Nützlichem - Griffel und Schiefertafel. Damit die Tüten voller aussahen, wurden sie unten mit Holzwolle ausgestopft. Heute ist die Füllung deutlich kostspieliger geworden: Manche Lehrer berichten von Smartphones, die in den Schultüten stecken.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz gehören Schultüten fest zum ersten Schultag. In vielen anderen Ländern dagegen kennen Kinder Schultüten gar nicht.