Aus in der Schwabengalerie Media Markt schließt seine Vaihinger Filiale

Von Frank Pfauth 

Das Aus für den Elektronikfachmarkt in der Schwabengalerie ist beschlossene Sache. Verantwortlich dafür ist laut des Konzerns das anhaltend angespannte Marktumfeld vor Ort, das sich durch die Folgen der Corona-Pandemie noch weiter verschärft habe.

Es ist beschlossene Sache: Der Media Markt in der Schwabengalerie in Stuttgart-Vaihingen schließt. Foto: Frank Pfauth
Es ist beschlossene Sache: Der Media Markt in der Schwabengalerie in Stuttgart-Vaihingen schließt. Foto: Frank Pfauth

Vaihingen - Hauptsache, Ihr habt Spaß.“ So lautet die aktuelle Markenkampagne von Media Markt. Was die Filiale in der im Jahre 2004 eröffneten Schwabengalerie in Stuttgart-Vaihingen betrifft, so hat diesbezüglich der Spaß spätestens zum 16. Januar 2021 ein Ende – an diesem Datum soll der letzte Verkaufstag sein, danach werden dort die Pforten endgültig geschlossen.

Bereits im August dieses Jahres hatte unsere Zeitung darüber berichtet, dass die Media-Saturn-Holding in der wirtschaftlichen Krise steckt. So hieß es damals schon, der Hauptanteilseigner Ceconomy, ein Teilkonzern der ehemaligen Metro AG, plane von den insgesamt 48 000 rund 4000 Vollzeitstellen abzubauen. Auch eine Schließung von bundesweit knapp zwei Dutzend Filialen im Rahmen eines schon seit dem Jahr 2019 laufenden Umstrukturierungsprogramms war seinerzeit schon im Gespräch.

In diesem Punkt herrscht nun Klarheit

Ob in diesem Zusammenhang auch in der Landeshauptstadt Stuttgart eine oder gar mehrere Filialen den Sparplänen zum Opfer fallen würden, das war damals offen – zumindest in diesem Punkt herrscht inzwischen Klarheit.

Verantwortlich für das beschlossene Aus der Vaihinger Media-Markt-Filiale ist nach Angaben des Konzerns vorrangig, dass sich „das anhaltend angespannte Marktumfeld vor Ort durch die Folgen der Corona-Pandemie noch weiter verschärft hat“, teilte eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Was wird aus den Mitarbeitern?

Bedauert werde insofern, dass „wir vor diesem Hintergrund keine wirtschaftliche Fortführungsperspektive für unseren Standort in Stuttgart-Vaihingen entwickeln konnten“, heißt es in der Stellungnahme des Konzerns weiter.

Wie es unter anderem um die Zukunft der dort beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestellt ist, davon steht in der dürren Mitteilung des im bayerischen Ingolstadt beheimateten Elektronikkonzerns allerdings nichts.

Nico Raffler und Bettina Bosch, die als Geschäftsführer-Duo neben der Vaihinger Media-Markt-Filiale auch die im Sommer 2015 neu eröffnete Filiale an der Ulmer Straße in Echterdingen betreiben, könnten hierzu Licht ins Dunkel bringen. Allein: Die beiden wollten sich generell nicht zu der Schließung äußern. Gleiches gilt auch für Franz Jebavy, den Centermanager der Schwabengalerie in Stuttgart-Vaihingen. Auf eine Nachfrage bat er vielmehr um Verständnis, dass er zu diesem Thema „aus vertraglichen Gründen momentan leider überhaupt nichts“ sagen könne.

„Verlust für die Bevölkerung“

Offen und gleichzeitig spekulativ bleibt somit, ob und wann die Verkaufsfläche des sogenannten Ankermieters im Herzen der Vaihinger Ortsmitte in der Nach-Media-Markt-Ära wieder neu besetzt werden kann. Zu dieser Topkategorie im Vaihinger Einkaufscenter zählen mit seinen auf zwei Etagen insgesamt rund 50 vertretenen Fachgeschäften, Restaurants, Cafés und einem Hotel außerdem Kaufland, Aldi, Modepark Röther und die Drogeriemarkt-Kette dm.

Mit einem „gewaltigen Schrecken und großem Bedauern“ hat unterdessen Ingo Vögele, der Sprecher des Verbunds Vaihinger Fachgeschäfte (VVF), die Kunde vom angekündigten Media-Markt-Aus in der Vaihinger Ortsmitte aufgenommen. Über die konkreten Hintergründe der Schließung, die er als einen „sehr großen Verlust für die Bevölkerung in Vaihingen“ bezeichnet, könnten er und seine VVF-Mitstreiter allerdings mangels entsprechender Informationen momentan allerhöchstens spekulieren, wie er sagt. Wichtig ist aus Vögeles Sicht daher, dass es „auf diesen Verkaufsflächen zeitnah wieder ein attraktives Angebot“ geben wird. Notfalls eben auch ohne Spaß.




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