Schwäbischer Landwirt aus Freiberg Partnervermittlungen, Kontaktanzeige und Heiratsschwindlerin

Von lsw/dpa 

Auch zuvor hatte er schon viel Pech in der Liebe, wie er sagt. Teure Partnervermittlungen bescherten ihm ebenso wenig eine Frau wie Kontaktanzeigen. Als er schließlich noch auf eine Heiratsschwindlerin reinfiel, traf ihn das schwer.

„Das hier ist mein letzter Strohhalm“, sagt er über das Plakat. Vor allem die Hilfe auf dem Hof brauche er mittlerweile besonders dringend. Seine Mutter ist pflegebedürftig und sein Vater seit Jahren tot.

Dass der Beruf generell abschreckend auf das weibliche Geschlecht wirke, will man beim Deutschen Bauernverband so nicht stehen lassen. „Es gibt auch andere Berufe, bei denen die Arbeitszeiten schwierig sind“, betont Verbandssprecher Michael Lohse.

Tatsächlich seien Single-Haushalte bei Bauern aber wesentlich seltener als in der Stadt - und die Familie packe auf dem Hof mit an. Er warnt jedoch: „Man soll Familienmitglieder auch nicht ausbeuten.“

Und welche Frau will schon reine Arbeitskraft auf dem Hof sein? Bauer Geiger hat die bisher noch nicht gefunden. Fünf Tage lang wohnte einmal eine bei ihm, erzählt er. „Dann ist sie wieder gegangen, weil es ihr nicht gefallen hat.“

Bei so viel Eigeninitiative scheint es fast verwunderlich, dass Geiger sein Glück noch nicht bei dem TV-Format „Bauer sucht Frau“ versucht hat. „Das ist doch nicht realistisch“, sagt er. Wenn er künftig eine Frau kennenlerne, soll es etwas Ernstes sein. Allzu wählerisch sei er aber nicht. „Da würde man alles nehmen, was sich anbietet“, beteuert Geiger. „Nur übergewichtig soll sie nicht sein.“