Schwäbischer Whisky Exotisch duftend mit viel Süße

Von  

In loser Folge stellen wir Whiskys aus der kleinen, aber feinen Runde schwäbischer Brenner vor, die sich am im Fass gereiften Kornbrand versuchen – den Whisky. Heute: Der Valerie Single Malt aus der Brennerei Feller in Dietenheim-Regglisweiler.

Die Whiskys der Brennerei Feller kommen in aparten eckigen Flaschen. Foto: Brennerei Feller
Die Whiskys der Brennerei Feller kommen in aparten eckigen Flaschen. Foto: Brennerei Feller

Stuttgart/Dietenheim - Immer mehr schwäbische Brenner versuchen sich am Whisky, und das mitunter mit beachtlichem Erfolg. Auch wenn der so typische Torfgeschmack der schottischen Tropfen fehlt, aber den wird es in schwäbischen Whiskys niemals geben, weil Torf hierzulande zur geschützten Natur zählt und überdies in Baden-Württemberg nicht zu finden ist. Getreu dem Prinzip, dass ein Whisky die Region, aus der stammt, in seinen Aromen widerspiegeln sollte, wäre ein torfiger Ableger aus Schwaben schlicht nicht authentisch.

Roland Feller von der gleichnamigen Brennerei aus Dietenheim-Regglisweiler beschäftigt sich seit 2009 mit dem Thema schwäbischer Whisky. Er habe damals einfach nicht darauf warten wollen, wie es in Zukunft mit dem Branntweinmonopol weitergeht und seine Brennerei auf eine neue Grundlage gestellt, erzählt er im Gespräch. Das Brennen hat bei den Fellers Tradition: Bereits 1820 besaß sie das Brennrecht, damals noch in Balzholz bei Nürtingen (Kreis Esslingen). 1903 gründete dann August Feller die Brennerei in Regglisweiler, die heute von Roland Feller in der vierten Generation geführt wird.

Whiskys hat Feller inzwischen ein rundes halbes Dutzend mit diversen Aromen im Angebot. Als eine Art Grundlagenwhisky darf wohl der Valerie Single Malt gelten, der aus eigens hergestelltem Gerstenmalz und Wasser aus der Iller besteht und sechsfach gebrannt ist. Gelagert wird der Single Malt für mehrere Jahre in Bourbonfässern.

Heraus kommt am Ende ein Whisky, dessen Aromen Feller als karamellige Malztöne mit zarten Aprikosennuancen und feinen frischen Holznoten beschreibt. Die Schwäbische Whisky-Botschafterin und Edelbrand-Sommelière Angela Weis schätzt am Valerie Single Malt die duftenden exotischen Früchte, die in die Nase steigen, die floralen Noten und die Süße.

Der „Valerie Single Malt“ ist direkt zu beziehen bei Roland Feller oder in ausgewählten Geschäften wie zum Beispiel Silberburg am Markt in Tübingen.