Mehrere langjährige Gemeinderäte stellen sich für das Kommunalparlament nicht mehr zur Wahl. Indes steht in Schwaikheim das größte Projekt in der Historie der Gemeinde an: ein 17-Millionen-Neubau in der Ortsmitte mit Einkaufsmarkt, Büros und Wohnungen.
Brigitte Röger (CDU/Freie Bürger), die Stimmenkönigin bei der vorherigen Schwaikheimer Gemeinderatswahl, will es auch dieses Mal noch einmal wissen. 34 Jahre ist sie bereits in der 9000-Einwohner-Kommune Gemeinderätin und ist offensichtlich keineswegs amtsmüde geworden.
Platz für neue Köpfe auf den Kandidatenlisten machen hingegen einige ihrer langjährigen Wegbegleiter. So wird ihre Fraktion nach den Wahlen wohl einen neuen Vorsitzenden bestimmen müssen. Denn Peter Langer, der immerhin auch beachtliche 20 Jahre Gemeinderat ist, kandidiert nicht mehr. Zudem treten auch seine Fraktionskollegen Regina Alber und Andreas Warkentin nicht mehr an. In dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Hermann Zoller geht außerdem noch ein echtes Urgestein des Kommunalparlaments von Bord. 34:Jahre sitzt er schon in dem Gremium, ist mehrfach dafür mit Ehrennadeln ausgezeichnet worden.
Erste Bewerbungen von Investoren eingegangen
Dabei stehen in Schwaikheim einige wichtige Projekte in den kommenden Jahren an, darunter mit einem Volumen von rund 17 Millionen Euro „das größte, das die Gemeinde jemals auf den Weg gebracht hat“, wie der Bürgermeister Gerhard Häuser sagt. Gemeint ist damit die Bebauung der 5500 Quadratmeter großen Freifläche mitten in der Schwaikheimer Ortsmitte an der Ecke Bahnhofsstraße/Bismarckstraße. Das europaweite Ausschreibungsverfahren läuft bereits und, so Häuser, die ersten Bewerbungen potenzieller Investoren seien ebenfalls bereits im Rathaus eingegangen. „Die erste Aufgabe des neuen Gemeinderates wird es sicherlich sein, über die Vergabe zu entscheiden.“
Auch wenn der Investorenwettbewerb noch im Gange ist, was auf dem Areal entstehen soll, hat der alte Gemeinderat schon festgelegt. Nach den bereits fertig vorliegenden Plänen soll auf jeden Fall ein Supermarkt mit einer Verkaufsfläche von 1400 Quadratmetern einziehen – und zwar ein Vollsortimenter und kein Discounter – sowie eine Tiefgarage gebaut werden. Zudem sollen auch Wohnungen und Büroräume erstellt werden.
Standortsuche für Feuerwehr-Neubau
Ein weiteres Großprojekt wird der Neubau des Feuerwehrhauses sein. Denn das einst am Schwaikheimer Ortsrand gelegenen Gebäude ist inzwischen von Wohnbebauung eingeschlossen, sodass „der Betrieb nur noch unter großen Einschränkungen aufrechterhalten werden kann“, wie der Bürgermeister erklärt. Ein neuer Standort für die Feuerwehr ist allerdings noch nicht gefunden. Nach Möglichkeit solle sie im gewerblichen Bereich der Gemeinde unterkommen, meint Häuser.