Schwarzwald Basejumper nach Sprung in Lebensgefahr

Ein 40 Jahre alter Mann ist eigenmächtig mit seinem Fallschirm von dem 36 Meter hohen Viadukt gesprungen. Weil sich der Schirm zu spät geöffnet hatte, schlug der Mann hart auf dem Boden auf und schwebt jetzt in Lebensgefahr. Foto: Bergwacht Schwarzwald
Ein 40 Jahre alter Mann ist eigenmächtig mit seinem Fallschirm von dem 36 Meter hohen Viadukt gesprungen. Weil sich der Schirm zu spät geöffnet hatte, schlug der Mann hart auf dem Boden auf und schwebt jetzt in Lebensgefahr. Foto: Bergwacht Schwarzwald

Ein Basejumper ist bei einem Sprung in eine Schlucht im Schwarzwald schwer verletzt worden. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

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Freiburg - Nach dem lebensgefährlichen Absturz eines sogenannten Basejumpers im Schwarzwald ermittelt die Polizei gegen den 40-Jährigen und seine Begleiter. Es habe für den Sprung keine Genehmigung gegeben, teilte die Polizei am Montag mit. Die Umstände des Unglücks müssten genau untersucht werden.

36 Meter tief in die Ravennaschlucht

Der 40 Jahre alte Belgier war am Sonntag von einer Eisenbahnbrücke in eine Schlucht gesprungen. Der Fallschirm öffnete sich nicht richtig, der Mann stürzte laut Polizei 36 Meter tief in die Ravennaschlucht in Breitnau bei Freiburg. Er wurde nach Angaben der Bergwacht lebensgefährlich verletzt und kam mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus.

Der Mann gehörte den Angaben zufolge einer Gruppe mehrerer „Basejumper“ aus Belgien an. Sie hatten in einem Hotel in der Schlucht übernachtet. Über die Schlucht führt eine historische Brücke, über die Regionalzüge fahren. Das Betreten der Brücke ist nach Angaben der Behörden verboten.

Der 40-Jährige war laut Polizei eigenmächtig mit seinem Fallschirm von dem 36 Meter hohen Viadukt gesprungen. Da der Fallschirm nicht für diese geringe Höhe ausgelegt war, öffnete er sich den Angaben zufolge zu spät und der Springer schlug hart auf dem Boden auf. Die anderen Springer wurden demnach Augenzeugen des Unglücks. Sie standen unter der Brücke, als die Retter eintrafen.

Die als Touristenattraktion bekannte Ravennaschlucht sei nicht als Ziel von „Basejumpern“ bekannt, sagte ein Sprecher der Bergwacht Schwarzwald. Ähnliche Fälle habe es bislang nicht gegeben. Das Unglück des Belgiers sei daher ungewöhnlich.

Ravennaschlucht kein Ziel von „Basejumpern“

„Basejumper“ springen mit Hilfe eines Fallschirms unter anderem von Hochhäusern oder von Bergen. Die aus dem Amerikanischen hergeleitete Bezeichnung beschreibt auch die weiteren Orte, von denen sich die verwegenen Springer stürzen: B Building (Gebäude) auch A für Antenna (Funkmasten), S für Span (Brücken) und E für Earth (natürliche Klippen).

Die Region rund um den schweizerischen Ort Lauterbrunnen gilt als Hochburg der Extremsportler. Aufgrund ihrer besonders hohen und steilen Felswände zieht sie „Basejumper“ aus zahlreichen Ländern an. Dort kommt es immer wieder zu tödlichen Abstürzen.

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