Schwedische Studie zu E-Zigaretten Elektrische Variante so ungesund wie normale Zigarette

Von jac 

Eine Studie aus Schweden bestätigt nun die Ergebnisse früherer Forschungen: E-Zigaretten wirken sich genauso negativ auf den Körper des Konsumenten aus wie eine herkömmliche Zigarette.

15 Probanden haben an der Studie teilgenommen. (Symbolfoto) Foto: dpa
15 Probanden haben an der Studie teilgenommen. (Symbolfoto) Foto: dpa

Stuttgart - E-Zigaretten sind für viele Raucher eine Alternative, wenn es um ihre Gesundheit geht. Doch ist die elektrische Variante wirklich weniger schädlich als die herkömmliche? Laut einer aktuellen Studie des schwedischen Danderyd University Hospitals ist sie das nicht. Vor allem die Liquids mit Nikotinzusatz könnten zu Herzattacken und Herzinfarkten führen.

15 Nichtraucher haben an der Studie teilgenommen. Ein Teil der Gruppe konsumierte für den Test E-Zigaretten mit Nikotin, die andere ohne. Auch eine halbe Stunde nach dem Inhalieren des nikotinhaltigen Dampfes war noch ein signifikanter Anstieg von Blutdruck und Puls zu messen. Außerdem konnten die Mediziner eine Versteifung der Arterien feststellen. Diese Nebenwirkungen blieben bei den Probanden, die nikotinfrei rauchten, aus.

Nikotinfreie E-Zigaretten sind eine Alternative

„Die Sicherheit von E-Zigaretten ist zweifelhaft und eine wachsende Anzahl von Beweisen deutet darauf hin, dass sie sich negativ auf die Gesundheit auswirken können“, sagt Magnus Lundbäck, Arzt im Danderyd University Hospital, zu den Ergebnissen. Obwohl die Nebenwirkungen für die Dauer der Studie nur temporär anhielten, warnt Lundbäck, dass der permanente Genuss von nikotinhaltigen Liquids auch dauerhafte Schäden verursachen kann. Um etwas über die längerfristigen Auswirkungen des E-Zigaretten-Konsums sagen zu können, sind jedoch jahrelange Beobachtungen nötig. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte auf nikotinfreies Liquid umsteigen.

Kardiologen der California University in Los Angeles haben bereits gezeigt, dass nikotinhaltige E-Zigaretten die Wahrscheinlichkeit für Gefäßerkrankungen, Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöhen. Der Dampf kann auch Potenzstörungen fördern. Forscher der Medizinischen Universität Wien haben außerdem herausgefunden, dass sich im Urin von Konsumenten von E-Zigaretten Nitrosamine, Formaldehyd und Schwermetalle wie Blei befinden. Dies berichtete jüngst das Magazin Bunte.

Die Forscher sind sich also einig: Eine E-Zigarette ist kein gesunder Ersatz für die herkömmliche Variante.