Schwerer Bahnunfall bei Gomadingen-Marbach Triebwagen und Müllwagen kippen bei Unfall um – zwei Verletzte

Bei dem Unfall wurden zwei Menschen verletzt. Foto: Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart 6 Bilder
Bei dem Unfall wurden zwei Menschen verletzt. Foto: Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

Ein Müllwagen ist am Freitagvormittag mit einem Triebwagen in Gomadingen zusammengestoßen. Beide Fahrzeuge kippen um, es gibt zwei Verletzte. Die Bahnstrecke und die Straßen in diesem Bereich wurden gesperrt.

Digital Unit: Matthias Kapaun (kap)

Gomadingen-Marbach - Bei einem schweren Bahnunfall am Gestüt Marbach in Gomadingen-Marbach (Kreis Reutlingen) sind am Freitagvormittag zwei Menschen verletzt worden, einer davon schwer. Ein Müllfahrzeug war mit einem Triebwagen kollidiert, beide Fahrzeuge kippten dadurch um.

Wie ein Sprecher der Reutlinger Polizei mitteilt, war der 58-jährige Fahrer des Müllfahrzeugs gegen 10.45 Uhr auf der Landesstraße 247 von Grafeneck kommend unterwegs und bog nach links auf die L249 ab. Unmittelbar danach wollte er den unbeschrankten Bahnübergang der Schwäbische Alb-Bahn überqueren, dabei kollidierte der Müllwagen mit einem aus Richtung Münsingen kommenden Triebwagen.

Zugbegleiter erleidet schwere Verletzungen

Durch die Wucht des Aufpralls kippten sowohl der Triebwagen, in dem sich außer dem 45-jährigen Lokführer lediglich ein 56 Jahre alter Zugbegleiter befand, als auch der Lkw um. Der Müllwagen kippte gänzlich auf die Seite, der Triebwagen blieb in Schräglage hängen. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei rückten mit einem Großaufgebot an die Unfallstelle aus. Die Einsatzstelle wurde für den Straßenverkehr weiträumig gesperrt.

Bei dem Unfall wurde der Zugbegleiter schwer, der Lokführer leicht verletzt. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht. Der Lkw-Fahrer konnte sein Fahrzeug körperlich unverletzt verlassen, er erlitt jedoch einen Schock. Ein zunächst angeforderter Rettungshubschrauber musste nicht eingesetzt werden. Derzeit kann die Höhe des Sachschadens noch nicht genau beziffert werden. Vorläufigen Schätzungen zufolge dürfte sich dieser jedoch auf mehrere hunderttausend Euro belaufen.

Die Bergungsarbeiten dauern aktuell noch an (Stand: 14 Uhr). Die Verkehrspolizei Tübingen hat mit Unterstützung eines Sachverständigen die Ermittlungen zum Unfallhergang übernommen.

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