Dass das bekannte und beliebte Freizeitbad Aquasol nun schon einige Jahre auf dem Buckel hat, ist bekannt. Doch immer wieder werden Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, um alles attraktiv und natürlich auch sicher zu halten. Kann es also wirklich sein, dass Teile einfach von der Decke fallen? Nein, sagt die ENRW klar. Der Vorfall habe einen Grund, der immer mal wieder vorkommt.
Doch von vorn: Der Besucher schildert der Redaktion des Schwarzwälder Boten recht drastisch, wie er die Sache erlebt hat. Er besuche das Bad wöchentlich und sei am Mittwoch mittags gegen halbdrei im Aquasol gewesen. Die rechteckigen Deckenelemente beobachte er schon länger mit Sorge, er spricht von „Rostbildung“ an den Befestigungen.
Metallrahmen gelöst
Nun habe sich, so seine Wahrnehmung als es ins Bad kam, während des Betriebs ein Element gelöst. Ein Metallrahmen habe noch auseinandergebrochen an der Decke beim Nichtschwimmerbecken gehangen. Er selbst habe Teile mit einem Sieb am Beckenrand eingesammelt. Der Bereich sei allerdings schon abgesperrt gewesen. Ein Mitarbeiter habe dann den Metallrahmen vollends mit einer Stange gelöst, der im Wasser zu Fall kam. Was wäre passiert, wenn ein Badegast getroffen worden wäre? Der Besucher ist verunsichert.
Mit Ball von der Decke geschossen
Der Schwatzwälder Bote fragt bei der ENRW nach: Was war da los? Die Antwort kommt umgehend – und in ihr stellt sich die Sache nicht ganz so dramatisch dar. Eine Gefahr bestand oder bestehe nicht. Sprecherin Julia Kohler erklärt zu den Deckenteilen: „Dabei handelte es sich um eine Akustikplatte zur Schallisolierung, etwa 20auf 80 Zentimeter groß, die beim Ballspiel während des Schulunterrichts von einem harten Ball von der Decke geschossen wurde.“ Und sie betont: „ So etwas kommt immer mal wieder vor.“
Platten aus Papier und Pappe
Die Platten bestünden zudem aus einer Art Papier-/Pappverbund. „Sobald sie das Wasser berühren, lösen sie sich dementsprechend auf und sorgen für Verunreinigungen. Das Becken sei daher im Nachgang von den Aufsichtskräften des Aquasol gesperrt worden, um es mit dem Beckensauger zu reinigen.
Übrigens: Immer wieder ist ein Neubau für das Aquasol im Gespräch, zuletzt hatten die Freien Wähler in Rottweil im Januar einen erneuten Vorstoß gemacht, um Planung und Finanzierung zu klären. Ein Neubau sei mittelfristig unumgänglich, nicht zuletzt, um die Unterhaltungskosten deutlich zu senken. Eine Summe von um die 30 Millionen Euro steht im Raum.